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Weiterentwicklung der Qualitätssicherung im G-BA

Dr. Martin Danner, Geschäftsführer der BAG Selbsthilfe

Die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen sollte stets als ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angelegt sein, der den sich verändernden Rahmenbedingungen des Versorgungsgeschehens und dem medizinischen Fortschritt Rechnung tragen muss.

Daher beinhaltet die Qualitätssicherung stets auch eine Weiterentwicklung von Qualitätszielen und damit auch von Qualitätsindikatoren, Referenzbereichen oder Datenquellen. Die Aufgabe, diesen Weiterentwicklungsprozess zu begleiten, ist sehr anspruchsvoll und erfordert medizinische Fachexpertise, aber auch eine klare Fokussierung auf die Sicherheit der Patienten und den Patientennutzen.

Gerade aktuell stellen sich besondere Herausforderungen, um die Qualitätssicherung auch sektorübergreifend zu etablieren, um Patient Reported Outcomes besser erfassen zu können und um die dynamischen Veränderungsprozesse im Gesundheitswesen adäquat erfassen zu können.

Aus Sicht der Patientenorganisationen kommt den Fachgruppen im IQTiG hier eine große Bedeutung zu, um die beschriebenen Weiterentwicklungsprozesse im Hinblick auf Qualitätsindikatoren, Datenquellen etc. kontinuierlich fachlich voranzutreiben.

Diskussionen zum bürokratischen Aufwand der Qualitätssicherung oder zum Befund, dass festgelegte Qualitätsziele doch in manchen Bereichen breitflächig erreicht seien, verkennen, dass Qualitätssicherung als ein agiler Prozess zu begreifen ist. Selbstverständlich gehören zu diesem Prozess auch eine Aufwand-Nutzen-Analyse und eine Anpassung des Qualitätssicherungsregimes in verschiedenen Versorgungsbereichen.

Kritisch sehen die Patientenorganisationen allerdings die nun offenbar angestrebte Vorgehensweise des Gemeinsamen Bundesausschuss, exemplarisch einzelne Verfahren der Qualitätssicherung auf Vorschlag der Beteiligten herauszugreifen, um über deren Fortbestand oder einschneidende Veränderungen zu beraten und gegebenenfalls durch Mehrheitsbeschluss zu entscheiden. Dies wird dem Charakter der Qualitätssicherung und seiner fachlichen Komplexität nicht gerecht. Besonders problematisch ist ein solches Vorgehen dann, wenn innovative Ansätze einer sektorenübergreifenden Herangehensweise oder die Nutzung von Patientenbefragungen auf der Strecke bleiben.

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