Türkisblaue Stunde im „Zazou“ in Berlin-Mitte: blaue Strahler im Treppenaufgang, Stehtische mit türkisfarbenem Überzug, türkisblaue Cocktails. Alles sehr Corporate Identity beim parlamentarischen Abend des PHAGRO. Dem dritten inzwischen – der Beginn einer (wunderbaren) Tradition, wird der Verbandsvorsitzende Marcus Freitag anmerken.
Der AOK-Bundesverband hatte sich für sein Herbstfest in diesem Jahr mit Dennis Radtke einen Gastredner eingeladen, der Tacheles redet. Radtke ist Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA). Er machte deutlich, wie sehr ihn die jüngsten politischen Entwicklungen beschäftigen: „Ich bin wirklich angefasst von den letzten Wochen.“
Der Gesellschaftsabend gehört traditionell zu den Höhepunkten des zweitägigen Hausärztinnen- und Hausärztetages. In diesem Jahr traf man sich in der Berliner „Weltwirtschaft“, unmittelbar am „Haus der Kulturen der Welt“. Die Stimmung konnte nicht besser sein. Denn für eines der zentralen Projekte des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes gab es viel Rückenwind – für HÄPPI.
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Das flächendeckende Primärversorgungssystem soll kommen – nur wie weiß noch niemand. Doch was ist überhaupt konkret gemeint, wenn Politik, Krankenkassen oder Ärzteschaft von einem Primärversorgungssystem sprechen? Und was sagt die internationale und nationale Evidenz zu den Ideen und Vorschlägen?
Eine starke Plattform lebt von Austausch, Expertise und Vertrauen. Dafür steht Observer Gesundheit – und deshalb haben wir die Website technisch von Grund auf neu entwickelt. Unser Anspruch bleibt klar: Bewährtes erhalten und zugleich weiterentwickeln. Die vertrauten Rubriken und Inhalte finden Sie weiterhin an gewohnter Stelle – nun übersichtlicher, moderner und komfortabler nutzbar.
Wie krisenfest ist das deutsche Gesundheitswesen, wenn die reguläre Versorgung durch Pandemien, Cyberangriffe, Sabotage oder einen militärischen Konflikt unter Druck gerät? Die Erfahrungen der vergangenen Jahre und die veränderte sicherheitspolitische Lage zeigen: Ein leistungsfähiges Gesundheitssystem im Alltag ist nicht automatisch auch auf außergewöhnliche Belastungen vorbereitet.
Der Europäische Gesundheitsdatenraum ist beschlossen, jetzt beginnt die Umsetzung. Besonders umfangreich ist die Aufgabe für Krankenhäuser, Klinikverbünde und regionale Gesundheitsnetze, sogenannte Health Information Exchanges (HIE), denn sie sind von allen sechs Prioritätskategorien betroffen. Der Beitrag skizziert eine EHDS-Roadmap entlang der gesetzlichen Meilensteine und zeigt, wie sich dieses Vorgehen auch auf Krankenkassen, Praxen, Apotheken und weitere Datenhalter übertragen lässt.
Videosprechstunden erzeugen mehr Kontakte statt weniger, auch in der Notaufnahme: In der Studie von Lekwijit et al. stiegen nach ihrer Einführung in einem großen US-Versorgungsverbund die Arztkontakte um 28 Prozent und die Notaufnahmebesuche um 30 Prozent (1). Eine randomisierte Studie des Universitätsklinikums Dresden, Mitte Oktober in NEJM AI erschienen, hat einen anderen Hebel geprüft: Patient:innen, die ihren Befund vor dem Termin in verständlicher Sprache gelesen haben, müssen sich im Gespräch nicht mehr erklären lassen, was darin steht, und können gleich über die Behandlung sprechen [2]. Die Gespräche wurden kürzer und zugleich besser bewertet. Für die Debatte um die Notaufnahmen verschiebt das die Frage: nicht, wie Patient:innen schneller ins System kommen, sondern was sie wissen, wenn sie kommen.