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Kommentare

Thomas Eisenreich © Home Instead GmbH, Frechen
© Home Instead GmbH, Frechen

Pflegeplätze sichern statt wegregulieren

Die stationäre Pflege steht vor einer doppelten Herausforderung: Die Kosten steigen weiter, während zugleich die Zahl verfügbarer Pflegeplätze sinkt. Daraus entsteht eine Pflegelücke, die Pflegebedürftige, Angehörige, Träger und Kommunen gleichermaßen belastet. Die Bundesarbeitsgruppe Pflege des Wirtschaftsrats der CDU hat sich dieser Frage bewusst aus unternehmerischer Perspektive angenommen: Wie lässt sich Versorgung sichern, ohne ein ohnehin immer teurer werdendes System lediglich mit zusätzlichem Geld zu stabilisieren? Denn genau das kann nicht die Lösung sein.

Thomas Eisenreich

Prof. Dr. med. Jürgen Windeler

Digital-Aktionismus im Blindflug

Sie scheinen sich zum magischen Allheilmittel für Probleme im Gesundheitssystem zu entwickeln: Digitalisierung und Prävention in aller Munde. Angefangen von den Diskussionen über Zucker-, Alkohol- und Tabaksteuer vergeht kaum ein Tag, an dem nicht neue Vorschläge, Initiativen und Kampagnen ins Gespräch gebracht werden, so auch eine „Präventionsoffensive“ mit „Mentalitätswandel“ aus dem BMG. Und in diese Überlegungen hinein platzt eine Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbandes (GKV-SV): „Datengestützte Prävention wirkt“! In einem ergänzenden Ergebnispapier werden „erste Erkenntnisse“ aus der Anwendung des § 25b SGB V präsentiert.

Prof. Dr. Jürgen Windeler

Cara Müting
Rosemarie Wehner

Betriebsmodell Gesundheitssystem grundlegend neu ordnen

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz soll die Finanzen stabilisieren. Doch ohne ein übergeordnetes Zielbild für ein nachhaltiges und solidarisches Versorgungssystem zahlen wir den Preis an anderer Stelle.

Cara Müting, Rosemarie Wehner

 © Artemed Krankenhaus Düren
© Artemed Krankenhaus Düren

Wir brauchen eine nationale Sepsisstrategie

Sepsis zählt zu den größten, zugleich aber auch am wenigsten wahrgenommenen Gesundheitsrisiken unserer Zeit. Während Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs fest im öffentlichen Bewusstsein verankert sind, bleibt die Sepsis für viele Menschen ein unbekannter Begriff, obwohl sie jedes Jahr für zahlreiche Todesfälle verantwortlich ist und bei Überlebenden häufig zu langfristigen gesundheitlichen Einschränkungen führt. Diese mangelnde öffentliche Wahrnehmung steht in einem bemerkenswerten Gegensatz zur medizinischen Bedeutung dieser Erkrankung.

Prof. Dr. med. Stefan Schröder


Dr. Christine Wagner

Ein Ja zu Reformen im Gesundheitssystem

Nicht alles, was neu ist, ist gut. Aber auch nicht alles, was Bestand hat, ist automatisch besser. Wenn verhindert werden soll, dass die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung weiter steigen, werden Reformen unvermeidlich sein. Für die kommenden Jahre werden milliardenschwere Finanzierungslücken erwartet. Gleichzeitig entsteht schnell der Eindruck, jede Einsparung im Gesundheitswesen führe zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Versorgung. Doch diese Gleichung greift zu kurz.

Dr. Christine Wagner


Dr. Jens Baas

GKV-Finanzen: Wir brauchen mehr statt weniger Wettbewerb

Wie können wir die Finanzierung der Gesundheit sichern?  Derzeit gibt es kaum eine drängendere Frage im deutschen Gesundheitssystem. Im Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) spielt der Wettbewerb als Mittel für ein effizienteres und wirtschaftlicheres System jedoch eine viel zu geringe Rolle. Während die FinanzKommission Gesundheit noch zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung des Wettbewerbs vorschlug, blieb davon im Gesetz nur wenig erhalten.

Dr. Jens Baas


Paul Bussilliat
Dr. Andrej Rasch

Die Karotte und der Stock

Die Redewendung von der Karotte vor der Nase ist bekannt. Sie beschreibt ein Versprechen, das Bewegung erzeugen soll: Wer sich anstrengt, soll die Aussicht bekommen, dem Ziel näherzukommen. In mancher Variante kommt noch der Stock hinzu. Die Karotte steht für die Belohnung, der Stock für die Bestrafung. Genau dieses Bild drängt sich bei aktuellen Vorschlägen der unparteiischen Mitglieder des G-BA zum Medizinregistergesetz (MRG) auf.

Paul Bussilliat, Dr. Andrej Rasch


Ute Repschläger

Problembeschleuniger mit Gefahrenpotenzial für die Versorgungssicherheit

Wie sollte man das deutsche Gesundheitswesen stark, effizient und zukunftssicher gestalten? Wenn man sich etwas wünschen dürfte, käme eines dabei nicht heraus: das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Warum? Weil es das deutsche Gesundheitswesen weder stark noch effizient noch zukunftssicher machen wird.

Ute Repschläger


Dr. Dominik von Stillfried
Thomas Czihal

Der Gesetzgeber steht vor der Wahl

Bundesgesundheitsministerin Warken hat am 14. April öffentlich angekündigt, drei Viertel der Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit (FKG) umsetzen zu wollen. 20 Milliarden Euro sollen 2027 eingespart werden, um Lohnnebenkosten zu senken.

Dr. Dominik von Stillfried, Thomas Czihal


Prof. Dr. med. Jürgen Windeler

Finanzkommission setzt wichtige Signale für evidenzbasierte Medizin

Nun hat die FinanzKommission Gesundheit also ihren sehnlichst erwarteten ersten Bericht vorgelegt. Sie schlägt darin ein Bündel von insgesamt 66 Maßnahmen vor, um die GKV-Finanzen im Jahr 2027 zu stabilisieren. Welche Richtung wird damit vorgegeben?

Prof. Dr. Jürgen Windeler

Dorothee Brakmann

Kurzfristig kurzsichtig

Die Vorschläge der Finanzkommission mögen kurzfristig die GKV-Bilanzen entlasten. Trotzdem sind sie kurzsichtig. Denn langfristig treiben sie Investitionen, Arbeitsplätze und Arzneimittelversorgung aus Deutschland heraus.

Dorothee Brakmann

Dr. Matthias Gruhl

Das Pflegebudget – gestern und heute: eine Bilanz

Die aktuelle Debatte über die Entwicklung der Pflegepersonalkosten im Krankenhaus im Kontext des Pflegebudgets sowie der Integration von Pflegepersonaluntergrenzen in die Leistungsgruppen machen es sinnvoll, die Gründe für die seinerzeitige Einführung in Erinnerung zu rufen und die daraus entstandenen Entwicklungen zu bewerten.

Dr. Matthias Gruhl