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ABDA-Sommerfest

Die Heilig-Kreuz-Kirche: eine beeindruckende Kulisse für das ABDA-Sommerfest
Die Heilig-Kreuz-Kirche: eine beeindruckende Kulisse für das ABDA-Sommerfest
Friedemann Schmidt (ABDA) bei seiner Begrüßung
Friedemann Schmidt (ABDA) bei seiner Begrüßung
Christopher Hermann (AOK Baden-Württemberg)
Christopher Hermann (AOK Baden-Württemberg)
Martin Weiser (BAH)
Martin Weiser (BAH)
Petra Kleining (BFB)
Petra Kleining (BFB)
Heinz-Günter Wolf (ABDA)
Heinz-Günter Wolf (ABDA)
Ein erfrischender Michael Meier (BMG)
Ein erfrischender Michael Meier (BMG)
Ulrich Weigeldt (Hausärzteverband)
Ulrich Weigeldt (Hausärzteverband)
Christiane Eckert-Lill (ABDA) unterhielt sich prächtig.
Christiane Eckert-Lill (ABDA) unterhielt sich prächtig.
Ein gut gelaunter Johann-Magnus v. Stackelberg (GKV-Spitzenverband)
Ein gut gelaunter Johann-Magnus v. Stackelberg (GKV-Spitzenverband)
Sonja Optendrenk (BMG)
Sonja Optendrenk (BMG)
Stefan Fink (Thüringer Apothekerverband)
Stefan Fink (Thüringer Apothekerverband)
Ulrike Elsner (vdek)
Ulrike Elsner (vdek)

Einerseits ist es eine willkommene Gelegenheit, mit der Politik in Kontakt zu kommen. Anderseits – und letztlich genauso wichtig – ist die willkommene Gelegenheit, mit- und untereinander Meinungen und Ideen zu diskutieren, sich neu oder besser kennenzulernen. Und es war ein großes Wiedersehen beim ABDA-Sommerfest in der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche, das ganz im Zeichen dieses gegenseitigen Austauschs stand. Zudem wurde ein Jubiläum gefeiert: Zum fünften Mal lud die ABDA an diesen einmaligen Veranstaltungsort in die Zossener Straße in Berlin-Kreuzberg ein.

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt hielt seine Rede kurz und knapp. In zwei Minuten, zwölf Sekunden begrüßte er die Gäste, lobte seine Mitarbeiter für die hervorragende Organisation und freute sich auf angeregte Gespräche. Den wohl weitesten Weg zum Sommerfest dürfte der Präsident des österreichischen Apothekerverbandes Jürgen Rehak zurückgelegt haben. Auch Guido Beermann, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wurde von Schmitt willkommen geheißen. Dass Beermann den Weg nach Kreuzberg gefunden hatte, war sicherlich Programm. Denn die Apotheker nehmen die Digitalisierung sehr ernst und machen auf Tempo. Eine Web-App bringt derzeit die ABDA gemeinsam mit den Apothekern auf den Weg – für das eRezept eine wichtige Bereicherung; vom Arzt entgegennehmen, einsehen und zur Apotheke des Vertrauens transportieren. Die freie Apothekenwahl soll gewahrt bleiben – ohne Werbung oder Datensammlung. Für diese App gab es übrigens auch schon ein Kompliment von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Jetzt gilt es, viele Apotheker für das Projekt zu gewinnen.

Und dann standen, wie sollte es anders sein, die derzeitigen gesundheitspolitischen Themen auf der Agenda, allen voran der Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken. Noch vor der Sommerpause soll das Vorhaben ins Kabinett, die erste Lesung im Bundestag dann im September erfolgen. Ende dieses Jahres oder Anfang 2020 könnte das Apotheken-Stärkungsgesetz dann in Kraft treten. An vielen Tischen ging es um Inhalte, beim Thema „Gleichpreisigkeit“ kochten die Emotionen hoch: Warum beschränkt sich der nationale Gestaltungsspielraum auf das Sozialrecht? Sind PKV und Selbstzahler nicht auch Teil des Gesundheitswesens, zu dem die EU (und deren Gerichtshof) nur sehr eingeschränkte Mitspracherechte haben? Weicht die Politik in vorauseilender Gehorsamkeit zurück oder ist die ausgestreckte Hand des Ministers – mit den pharmazeutischen Dienstleistungen darin – tatsächlich der einzig realistische Erfolg? Und gelingt ihm überhaupt ein Kabinettsbeschluss gegen den Widerstand des SPD-geführten Justizministeriums, dessen Bedenken sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach bereits öffentlich zu eigen gemacht hat? Das Thema scheint genug Stoff für mehrere juristische und politologische Doktorarbeiten zu bieten. Doch auch die Zukunft von Jens Spahn selbst war heißes Thema. Bleibt er wohl Gesundheitsminister oder rückt er auf?

Je später der Abend, desto mehr wurde gescherzt und getrunken. Kulinarischer Höhepunkt, wie immer, war das Grillbuffet – rustikal und sehr wohlschmeckend. Weißwein und Bier waren gut gekühlt, der Rotwein mundete. Und an diesem Abend wurde auch bekannt, dass die ABDA sich zum letzten Mal in der Heilig-Kreuz-Kirche die Ehre gab. 2020 wird das Sommerfest wahrscheinlich im neuen Apothekerhaus in der Heidestraße gefeiert. Auf der Dachterrasse soll man einen gigantischen Blick über die Stadt haben, wusste ein Gast zu berichten. Mitte Juni zieht die ABDA übrigens um – vom Gendarmenmarkt in die Nähe des Hauptbahnhofes.

 

Fina Geschonneck

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