Direkt zum Inhalt springen

Alle Artikel von Sebastian Hofmann

Szene: Sommerfest des GKV-Spitzenverbandes

Das Sommerfest des GKV-Spitzenverbandes ist ohne Zweifel einer der großen gesellschaftlichen Anlässe im Gesundheitswesen. Als Hüter der Versichertengelder verzichtet der Kassenverband dabei auf Firlefanz und Gloria; im großen Sitzungssaal gibt es (wenige) Reden und anschließend gutes Essen – wie immer im Freien. Beim „SpiBu“ traf sich am 25. Juni (fast) alles, was Rang und Namen hat – vor allem aus der Kassenlandschaft – und das aus gutem Grund: Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, verabschiedete sich in den Ruhestand.


Szene: Parlamentarischer Abend des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Ziemlich gute Freunde – das waren sie mal, die beiden mächtigsten Männer des Gesundheitswesens: Jens Spahn, der Gesundheitsminister, und Josef Hecken, der G-BA-Vorsitzende. Die beiden sind sich zwar recht ähnlich: konservativ, kompetent, gestaltungsfreudig und gesegnet mit einem kraftvollen Ego – zwei ausgewachsene Alphatiere eben. Bisher kamen sie sich aber nicht ins Gehege, so dass die explosive Dopplung (noch) nicht zu spürbaren Querelen führte. Am parlamentarischen Abend des G-BA am 3. April 2019 wurde diese politische Freundschaft jedoch auf eine ernste Probe gestellt.

Management / Trends: Digitale Zeiten – skalierte Umsätze?

Sind die märchenhaften Erfolge von Amazon, Google & Co auch im Gesundheitswesen möglich? Anders formuliert: Lassen sich Umsätze im Gesundheitswesen durch digitale Technik skalieren? Bei dieser Frage treffen gleich zwei reichlich unbestimmte Begriffe aufeinander. Zu „Skalierung“ finden sich verschiedene betriebswirtschaftliche Bedeutungen: Von „Wachstum“ über „starkes Wachstum“ bis hin zu „Wachstum, das nahezu ohne eine Erhöhung der Fixkosten möglich ist“.

Sebastian Hofmann

Management / Trends: Schlüsselqualifikation Market Access

Mit dem Paradigmenwechsel hin zu einer evidenzbasierten Medizin hat sich der Zugang zum deutschen Gesundheitsmarkt (und den Geldtöpfen der GKV) verändert. Die neuen Hürden haben dazu geführt, dass sich die Bewältigung der entsprechenden Verfahren („Market Access“) zu einer Schlüsselqualifikation in vielen Bereichen entwickelt hat. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. Erst kürzlich hat der GKV-Spitzenverband die Einführung eines neuen DMP (Herzinsuffizienz) im G-BA abgelehnt; Doris Pfeiffer erklärte hierzu, das vorgesehene Case Management müsse zunächst als Methode bewertet werden. Auch wenn die Ablehnung der Kassenbank von den anderen G-BA-Mitgliedern überstimmt wurde, ist damit endgültig klar: Keine noch so vernünftig erscheinende Maßnahme kann mehr sicher sein vor der Forderung nach einem wissenschaftlichen Beleg des Nutzens. Und das Beispiel Case Management zeigt auch: Mittelfristig dürften neben Industrie und Ärzten auch die anderen Gesundheitsberufe betroffen sein. Wer neue, zusätzliche Leistungen einführen (und abrechnen) will, braucht entsprechende Expertise. Seit Kurzem gibt es hierzu ein neues Buch: „ Innovative Gesundheitsversorgung und Market Access “; es verspricht „Beiträge für Entscheider und Akteure“. [1] Da stellt sich die Frage: Was enthält es und wer kann davon profitieren?

Sebastian Hofmann


Politische Analysen: Die Hebel der Opposition

Oppositionsarbeit gilt traditionell als ehrenhafte, inhaltlich aber oft wirkungslose Aufgabe. Mit gut begründeten Anträgen sind bestenfalls Achtungserfolge zu erzielen. Das geflügelte Wort des SPD-Politikers Franz Müntefering „Opposition ist Mist“ bringt dies auf den Punkt. Die aktuelle Gemengelage in Parlament und Regierung unterscheidet sich aber deutlich von den Verhältnissen der vergangenen Wahlperiode. Sie ist in mehrfacher Hinsicht besonders; das könnte auch einen größeren Einfluss für die Fraktionen von AfD, FDP, Linke und Bündnis 90 / Die Grünen mit sich bringen.

Sebastian Hofmann