Direkt zum Inhalt springen

Eröffnung des 40. Deutschen Hausärztetages

Das TIPI am Kanzleramt war in diesem Jahr Ort der Eröffnungsveranstaltung des 40. Deutschen Hausärztetages.
Das TIPI am Kanzleramt war in diesem Jahr Ort der Eröffnungsveranstaltung des 40. Deutschen Hausärztetages.
Martin Scherer (Deutsche Gesellschaft
für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) am Klavier begrüßte Gäste und Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband).
Martin Scherer (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) am Klavier begrüßte Gäste und Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband).
Katrin Weiß, Torben Ostendorf, Leonor Heinz, Johanna Bobardt (alle Deutscher Hausärzteverband) (v.l.n.r.)
Katrin Weiß, Torben Ostendorf, Leonor Heinz, Johanna Bobardt (alle Deutscher Hausärzteverband) (v.l.n.r.)
Ein Blick in das TIPI am Kanzleramt
Ein Blick in das TIPI am Kanzleramt
Auf weitere gute Zusammenarbeit: Martin Scherer (Deutsche Gesellschaft
für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) (l.) und Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Auf weitere gute Zusammenarbeit: Martin Scherer (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) (l.) und Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Erwin Rüddel MdB (CDU) (M.) erklärt die Gesundheitspolitik.
Erwin Rüddel MdB (CDU) (M.) erklärt die Gesundheitspolitik.
Staatssekretär Thomas Steffen (BMG)
Staatssekretär Thomas Steffen (BMG)
Petra Reis-Berkowicz  (KBV) mit Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Petra Reis-Berkowicz (KBV) mit Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Heidrun Gitter (Bundesärztekammer) (r.)  in Aktion beim Auftritt von Siegfried & Joy
Heidrun Gitter (Bundesärztekammer) (r.) in Aktion beim Auftritt von Siegfried & Joy
Jens Martin Hoyer (AOK-Bundesverband) (l.) mit Jürgen Hohnl (IKK e.V.)
Jens Martin Hoyer (AOK-Bundesverband) (l.) mit Jürgen Hohnl (IKK e.V.)
Applaus für Jens Uwe Wasserberg (Hausärzteverband Nordrhein) (M.) und dem Duo 
Siegried & Joy.
Applaus für Jens Uwe Wasserberg (Hausärzteverband Nordrhein) (M.) und dem Duo Siegried & Joy.
Die Chefs der Geschwisterorganisationen: Martin Scherer (Deutsche Gesellschaft
für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) (l.) und Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Die Chefs der Geschwisterorganisationen: Martin Scherer (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) (l.) und Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Gut unterhalten haben sich Stephan Hofmeister (KBV), Christopher Hermann (AOK Baden-Württemberg) und Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband) (v.l.n.r.)
Gut unterhalten haben sich Stephan Hofmeister (KBV), Christopher Hermann (AOK Baden-Württemberg) und Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband) (v.l.n.r.)
Bitte lächeln: Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband) (l.) und Staatssekretär Thomas Steffen (BMG)
Bitte lächeln: Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband) (l.) und Staatssekretär Thomas Steffen (BMG)
Klaus Reinhardt (Bundesärztekammer) (l.) mit Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Klaus Reinhardt (Bundesärztekammer) (l.) mit Ulrich Weigeldt (Deutscher Hausärzteverband)
Lothar Funk (Hochschule Düsseldorf) mit Sonja Optendrenk (BMG) und Tjarko Schröder (Deutscher Hausärzteverband) (v.l.n.r.)
Lothar Funk (Hochschule Düsseldorf) mit Sonja Optendrenk (BMG) und Tjarko Schröder (Deutscher Hausärzteverband) (v.l.n.r.)
Die „JCB – Party Band“ spielte auf, und die Tanzfläche war umgehend gefüllt.
Die „JCB – Party Band“ spielte auf, und die Tanzfläche war umgehend gefüllt.
Tanzen und amüsieren – das liegt den Hausärzten offenbar im Blut.
Tanzen und amüsieren – das liegt den Hausärzten offenbar im Blut.

Hausärzte sind ein illustres Völkchen. Sie hören zu, spenden Trost und sind zur Stelle, wenn medizinische Hilfe notwendig ist gegenüber ihren Patienten. Und sie sind witzig, amüsant, in Feierlaune und für einen Spaß gern zu haben: erlebt bei der Eröffnung des 40. Deutschen Hausärztetages am 26. September, der dieses Mal – nach einem Intermezzo in Bonn – wieder in Berlin im TIPI am Kanzleramt stattfand. Dabei brodelte es an diesem Abend unter den Hausärzten, denn am nächsten Tag stand die Wahl des Bundesvorsitzenden Ulrich Weigeldt an. Ein Gegenkandidat versuchte, Stimmung zu machen; die Chancen sollten für ihn denkbar schlecht stehen.

Das Programm eröffnete – nein, nicht der Bundesvorsitzende Weigeldt, sondern Klavier spielend Prof. Dr. Martin Scherer, Allgemeinmediziner versteht sich und frisch gekürter Präsident der Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, der Geschwisterorganisation des Hausärzteverbandes sozusagen. Und Geschwister halten ja zusammen, wenn es darauf ankommt. „Wir müssen gemeinsam zeigen, wo die Musik spielt“, sagte Scherer und freute sich „auf eine gute Zusammenarbeit“.

Ulrich Weigeldt bedankte sich herzlich und verwies ebenso auf das gute Miteinander. Nicht immer sei alles „die reine Harmonie; das wäre auch nicht wünschenswert“, so Weigeldt. Aber der gemeinsame Weg sei entscheidend: die gute hausärztliche Versorgung, qualitativ hochwertig. Und dafür ist eine solche „Schwesterorganisation“, wie sie Weigeldt nannte, sehr hilfreich.

Der Bundesvorsitzende hatte zu tun, die vielen Gäste zu begrüßen. Es gebe immer jemand, den er vergessen würde. „Vielleicht sollte ich Zettel austeilen“, meinte er humorvoll. Einige Namen nannte er doch. Ein Stammgast sei Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, der gemeinsam mit dem Hausärzteverband die hausarztzentrierte Versorgung in der Region erfolgreich auf den Weg gebracht hat. Stefan Pilsinger und Rudolf Henke, die Ärzte des Bundestages, wurden ebenso erwähnt.

Danach ergriff der beamtete Staatssekretär im BMG, Thomas Steffen, das Wort. Eine Rede habe er nicht mitgebracht. Nein, er sei spontan von Weigeldt gefragt worden, ob er nicht einige Sätze sagen würde. „Ich bin der letzte, der die Klappe hält“, sagte Steffen. Und dann kam auch schon das Loblied auf den Minister, das er schon einen Tag zuvor beim AOK-Herbstfest gehalten hatte. 18 Gesetze habe das BMG auf den Weg gebracht. Und nicht immer hätten sie überall Zustimmung seitens der Akteure gefunden. Es gebe unterschiedliche Sichtweisen, sagte der Staatssekretär, um gleich den von ihm und dem Minister gern gewählten Satz hinzuzufügen: Kein Gesetz komme so raus, wie es eingebracht wurde. Dialogbereitschaft – die habe er und das BMG.

Nach sechseinhalb Jahren Finanzen müsse sich Steffen in das Sozialrecht rein finden, kokettierte er. Den § 73b SGBV habe er mittlerweile „rauf und runter“ gelesen: „Seitdem fühle ich mich halbwegs fit in der Frage hausarztzentrierte Versorgung.“ Und er freue sich auf weiteren Austausch am heutigen Abend an seinem Tisch, wo Christopher Hermann bereits wartete. Bundesvorsitzender Weigeldt freute sich denn auch über den wissbegierigen Staatssekretär: Das Dialogangebot werde angenommen. Anschließend fragte Weigeldt: „Hat jemand noch eine Rede vorbereitet, möge er sich melden.“

Rechnete Weigeldt vielleicht auf eine Ansprache des ersten Vorsitzenden des Hausärzteverbandes Nordrhein, Oliver Funken? Der hatte sich seit mehreren Wochen über die Finanzordnung und Satzung des Verbandes kritisch geäußert und dazu noch ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, die Befugnisse von Weigeldt infrage gestellt. Entweder Änderung oder möglicherweise auch Austritt des Hausärzteverbands Nordrhein aus dem Bundesverband, so die Androhung des Hausarztes aus Rheinbach. Der Oliver Funken hat verloren; was soll das, hieß es an diesem Abend aber immer wieder. Weigeldt mache eine gute Arbeit. Eine Gegenrede gab es nicht.

Dann also Bühne frei für die etwas andere Zaubershow von Siegfried & Joy, der Renner derzeit in Berlin – entdeckt in Neukölln, jetzt in der Bar jeder Vernunft und im kommenden Jahr auch im TIPI. Mit verblüffender Zauberkunst und ungezügeltem Humor verzauberten die beiden Jungs das Publikum, ließen Gegenstände schweben oder Gedanken lesen. Die Hausärzte wurden dabei mit einbezogen. Auch Hausarzt Jens Uwe Wasserberg vom Hausärzteverband Nordrhein wurde zum Zauberstar – faszinierend und abwechslungsreich der Abend. Und natürlich durfte die Band danach nicht fehlen, denn dafür ist der Eröffnungsabend bekannt: Es wurde getanzt, und das nicht zu knapp.

Am nächsten Morgen wurde übrigens der neue Bundesvorsitzende gewählt. Es ist der alte – Ulrich Weigeldt, ohne Gegenkandidaten. Da sage nochmal einer, dass Hausärzte nicht zusammenhalten.

 

Redaktion / Fina Geschonneck

Das könnte Sie auch interessieren

Reden, Netzwerken, Diskutieren beim parlamentarischen Abend von Hartmannbund, BDC und PVS-Verband

Szene: Politische Hochspannung bei Hartmannbund, BDC und PVS-Verband

Drei Verbände, drei unterschiedliche Botschaften – und doch ein gemeinsames Anliegen: Gegenüber der Politik lässt sich mehr erreichen, wenn man geschlossen auftritt. Wie gut das funktionieren kann, zeigte der gemeinsame parlamentarische Abend von Hartmannbund, Berufsverband der Deutschen Chirurgie (BDC) und PVS-Verband.

Machtwechsel an der Systemspitze: Josef Hecken (G-BA), Oliver Blatt (GKV-SV), Sonja Optendrenk (G-BA ab 1. Juli), Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (v.l.n.r.)

Szene: Bekannte Botschaften und neue Gesichter beim Sommerfest des GKV-Spitzenverbandes

Eigentlich ist zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz derzeit alles gesagt – von der Bundesgesundheitsministerin ebenso wie vom Vorstandsvorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes. Aber Reden gehören zum Sommerfest des GKV-Spitzenverbandes nun einmal dazu. Also wurde noch einmal wiederholt, bekräftigt und gegenseitig versichert, wie wichtig Kommunikation gerade jetzt ist.

Ecky Oesterhoff (CGM Deutschland), Daniel Diekmann (ID), Matthias Meierhofer (bvitg), BMG-Staatssekretär Tino Sorge, Viola Henke (DMI), Sascha Raddatz (bvitg), Heiko Mania (NursIT Institute) (v.l.n.r.)

Szene: Feiern nach dem Paukenschlag – das Sommerfest des bvitg im Weinbergspark

Früher saß die IT im Keller. Die Kollegen kamen eigentlich nur dann hoch, wenn der Bildschirm schwarz blieb. In der Chefetage kam niemand auf die Idee, mit der IT-Abteilung über die Zukunft zu reden. Man brauchte halt irgendein Programm und jemanden für IT-Ausfälle. Das hat sich dramatisch geändert. Heute bieten die Hersteller von Gesundheits-IT eine Brücke in die digitale Welt – mit neuen Prozessen und Formaten für die Versorgung. Ohne sie geht gar nichts. Das hat sich herumgesprochen.