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Gesundheit trifft Zirkus: die GKV und ein Kind der 90er

Mit Florian Wagner zelebriert ein Künstler „Gesundheit trifft Zirkus“, dessen Programm überraschend gut zur GKV passt.
© IKK e.V.
Mit Florian Wagner zelebriert ein Künstler „Gesundheit trifft Zirkus“, dessen Programm überraschend gut zur GKV passt.
Oliver Blatt (GKV-SV) (l.) im Gespräch mit Florian Reuther (PKV-Verband)
© IKK e.V.
Oliver Blatt (GKV-SV) (l.) im Gespräch mit Florian Reuther (PKV-Verband)
IKK e.V.-Vorstandsvorsitzender Hans Peter Wollseifer schlägt ein „Unsinnbereinigungsgesetz“ vor.
© IKK e.V.
IKK e.V.-Vorstandsvorsitzender Hans Peter Wollseifer schlägt ein „Unsinnbereinigungsgesetz“ vor.
IKK e.V.-Geschäftsführer Jürgen Hohnl bei der Ankündigung des Künstlers
© IKK e.V.
IKK e.V.-Geschäftsführer Jürgen Hohnl bei der Ankündigung des Künstlers
Überzeugt mit Witz und guten Pointen: Künstler Florian Wagner.
© IKK e.V.
Überzeugt mit Witz und guten Pointen: Künstler Florian Wagner.
Begeisterung pur bei den Gästen in der „Bar jeder Vernunft“
© IKK e.V.
Begeisterung pur bei den Gästen in der „Bar jeder Vernunft“
Haben sichtlich viel Spaß: Hans-Jürgen Müller (IKK e.V.), Entertainer Florian Wagner und Jürgen Hohnl (IKK e.V.) (v.l.n.r.)
© IKK e.V.
Haben sichtlich viel Spaß: Hans-Jürgen Müller (IKK e.V.), Entertainer Florian Wagner und Jürgen Hohnl (IKK e.V.) (v.l.n.r.)
Carola Engler (MD Bund) mit Hans-Jürgen Müller (l.) und Hans Peter Wollseifer (r.) (beide IKK e.V.)
© IKK e.V.
Carola Engler (MD Bund) mit Hans-Jürgen Müller (l.) und Hans Peter Wollseifer (r.) (beide IKK e.V.)
Ein fröhliches Wiedersehen von Boris von Maydell (vdek) (l.) und Oliver Blatt (GKV-SV)
© IKK e.V.
Ein fröhliches Wiedersehen von Boris von Maydell (vdek) (l.) und Oliver Blatt (GKV-SV)
Ulrike Elsner (vdek) mit Jürgen Hohnl (IKK e.V.)
© IKK e.V.
Ulrike Elsner (vdek) mit Jürgen Hohnl (IKK e.V.)
Martin Krasney (GKV-SV) (l.) und Andreas Höller (BMW BKK)
© IKK e.V.
Martin Krasney (GKV-SV) (l.) und Andreas Höller (BMW BKK)
Jürgen Hohnl (IKK e.V.) mit Susanne Wagenmann (GKV-SV)
© IKK e.V.
Jürgen Hohnl (IKK e.V.) mit Susanne Wagenmann (GKV-SV)
Mark Kleutsch, Günter Eller (beide IKK Südwest), Klara Feldes (IKK e.V.), Lothar Weishaar, Gerd Benzmüller, Jörg Loth, Ralf Reinstädtler, Daniel Schilling (alle IKK Südwest) (v.l.n.r.)
© IKK e.V.
Mark Kleutsch, Günter Eller (beide IKK Südwest), Klara Feldes (IKK e.V.), Lothar Weishaar, Gerd Benzmüller, Jörg Loth, Ralf Reinstädtler, Daniel Schilling (alle IKK Südwest) (v.l.n.r.)
Jügen Hohnl (IKK e.V.) (l.) mit Michael Müller (ALM)
© IKK e.V.
Jügen Hohnl (IKK e.V.) (l.) mit Michael Müller (ALM)
„Gesundheit trifft Zirkus“ des IKK e.V. wieder mit zahlreichen Gästen in der „Bar jeder Vernunft“
© IKK e.V.
„Gesundheit trifft Zirkus“ des IKK e.V. wieder mit zahlreichen Gästen in der „Bar jeder Vernunft“
Hans Peter Wollseifer (IKK e.V.) (l.) und Markus Blumenthal-Beier (Hausärztinnen- und Hausärzteverband)
© IKK e.V.
Hans Peter Wollseifer (IKK e.V.) (l.) und Markus Blumenthal-Beier (Hausärztinnen- und Hausärzteverband)
Die beiden Vorstandsvorsitzenden des IKK e.V. Hans-Jürgen Müller (l.) und Hans Peter Wollseifer
© IKK e.V.
Die beiden Vorstandsvorsitzenden des IKK e.V. Hans-Jürgen Müller (l.) und Hans Peter Wollseifer

Wenn bei Events Show-Programm und Unternehmensthema zusammenpassen, ist das mehr als gutes Timing. Beim IKK e.V. wurde das in diesem Jahr bei „Gesundheit trifft Zirkus“ in der „Bar jeder Vernunft“ deutlich: Mit Florian Wagner stand ein Künstler auf der Bühne, dessen Programm überraschend gut zum Thema passte. Sind doch das Fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V) und somit die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) heutiger Prägung genauso ein Kind der 1990er-Jahre wie er selbst. 

Lahnstein, Anfang der 1990er: Für die GKV war das ein bisschen wie Tamagotchi, Gameboy und Nokia für Florian Wagner: prägend, nicht ganz unkompliziert – und bis heute nicht vergessen. Während Wagner später darüber sang, wie er in den 90er Jahren groß und erwachsen wurde, prägten seinerzeit Beitragssätze, Budgetierung, Wettbewerb und Reformdruck eine reformierte – manche sagen gar neue – GKV. 

Schon die Ankündigung hatte ihren eigenen Dreh. Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des IKK e.V. und – wie vielen bekannt – ausgewiesener Richard-Wagner-Fan, kündigte Florian Wagner an. Wagner trifft also Wagner. Auf die Bühne kam ein Münchner Entertainer, Arrangeur und Komponist, der mit seinem Bruder auch als Ass-Dur bekannt ist. 

Und dieser Wagner hatte es in sich. Tiefgang und Abwechslung, viel Witz und noch mehr Können: virtuos am Klavier, kabarettistisch zugespitzt, musikalisch überraschend, immer mit sicherem Gespür für Timing, Pointen und Publikum. Wer kennt schon den von Michael Jackson selbst verfassten deutschen Text seines Klassikers Billie Jean, in dem er seine Erfahrungen mit einem schwedischen Möbelhaus verarbeitet: „Billy schien das beste Regal zu sein.“ Oder wer weiß schon, wie Mozart „Atemlos“ von Helene Fischer interpretiert hätte? 

Dazu die besondere Atmosphäre der „Bar jeder Vernunft“: nah dran, charmant, ein wenig schillernd und genau der richtige Ort für einen Abend, an dem Gesundheitspolitik nicht schwer daherkommen musste. Es wurde gelacht, gestaunt, zugehört – und natürlich auch über die GKV diskutiert. Denn die GKV gehört dazu. Nach Jahren steigender Ausgaben und neuer Anforderungen stehen finanziell angespannte Zeiten bevor. Bis zu 18 Milliarden Euro Defizit drohen im kommenden Jahr. Das politische Stichwort lautet: einnahmenorientierte Ausgabenpolitik. 

Für Hans Peter Wollseifer, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V., ist dabei klar: „Wir brauchen keine Politik, die nur die Kulisse austauscht, während hinter den Vorhängen alles beim Alten bleibt. Wir brauchen Reformen, die tragen. Reformen, die die Finanzierungsbasis stärken. Reformen, die Bürokratie abbauen. Reformen, die Versorgung sichern, statt nur Kosten zu verschieben.“ 

Das Prinzip dahinter beschreibt Wollseifer denkbar einfach und unbürokratisch: Gebraucht werde ein „Unsinnbereinigungsgesetz“, kurz vermutlich UnBeGe. Also die Streichung veralteter Leistungspositionen, unnötiger Detailvorgaben und dirigistischer Eingriffe in die Selbstverwaltung.

So wurde „Gesundheit trifft Zirkus“ auch in diesem Jahr wieder das, was es seit Jahren ist: ein schöner Abend mit guten Gesprächen und Essen, viel Atmosphäre, einem starken Künstler auf der Bühne und genau der richtigen Mischung aus Unterhaltung und Inhalt.

Fina Geschonneck

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