Verstehen sich prächtig: Susanne Wagenmann (BDA) und Hans-Jürgen Müller (IKK e.V.)
Claus-Dieter Heidecke (IQTIG), Doris Pfeiffer (GKV-SV), Uwe Deh (IKK gesund plus), Jürgen Hohnl (IKK e.V.) (v.l.n.r.)
Hans Peter Wollseifer (IKK e.V.) mit Christine Aschenberg-Dugnus MdB (FDP)
Eckehard Linnemann, Jürgen Hohnl (IKK e.V.), Rosemarie Wehner und Uwe Schwenk (beide Bertelsmann Stiftung) (v.l.n.r.)
Haben etwas Ernstes zu besprechen: Stefan Gronemeyer (MD Bund) und Gundula Roßbach (DRV Bund).
Staatssekretär Edgar Franke (BMG) mit dem ZDH-Präsidenten Jörg Dittrich (r.)
Lächeln für die Kamera: Gerald Gaß (DKG) und Carola Engler (MD Bund)
Herzliches Wiedersehen von Staatssekretär Edgar Franke (BMG) (r.) und Hans-Jürgen Müller (IKK e.V.)
Blumen und Applaus gibt es für das hinreißende Duo Carrington-Brown bei „Gesundheit trifft Zirkus“ des IKK e.V.
15 Jahre alt ist die Vertretung der Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Für den IKK e.V. Grund genug, beim diesjährigen „Gesundheit trifft Zirkus“ zu feiern: mit zahlreichen Glückwünschen per Video, Forderungen an die Politik und einem hervorragenden Programm des Musik- und Comedy-Duo Carrington-Brown.
Wer hätte bei der Gründung des IKK e.V. gedacht, dass dieser kleine Verein mit derzeit gerade mal 13 Mitarbeitern und zwei ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden sich zu einem „so starken und verlässlichen Partner innerhalb der GKV-Gemeinschaft entwickelt“, wie es Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, in ihrer Botschaft formuliert. Anfangs noch belächelt, mischt die Interessenvertretung der Innungskrankenkassen heute in der Gesundheitspolitik kräftig mit. Gemeinsam mit seinen sechs Mitgliedskassen erstellt der IKK e.V. Positionen, formuliert Konzepte und verschafft sich bei der Politik Gehör. Das i-Tüpfelchen ist jährlich im Frühling das Fest „Gesundheit trifft Zirkus“ in der „Bar jeder Vernunft“ – begehrt und beliebt bei den Akteuren der Gesundheitsszene.
In diesem Jahr stehen alle Zeichen auf Jubiläum. Viele Weggefährten aus Kassenverbänden, ob nun privat oder gesetzlich, dem Handwerk, Gewerkschaften, G-BA oder auch den Leistungserbringern, wie DKG oder KBV, lassen es sich nicht nehmen und senden Glückwünsche per Video. Da wird auf Sozialpartnerschaft und Selbstverwaltung, auf 750 Jahre Tradition, Selbstständigkeit und Kooperation, das Setzen eigener Akzente mit einem immer wiederkehrenden „alles Gute“ und ein „Weiter so“ verwiesen.
Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. freut es sichtlich: so viel Zuspruch und Unterstützung in den vergangenen 15 Jahren – trotz unterschiedlicher Rollen und Positionen. Die Themen haben sich aus seiner Sicht auch in dieser Zeit nur unwesentlich geändert. Die Finanzierung, nachhaltig, stabil und fair, treibt die GKV um. Gewartet wird mit Spannung auf einen Vorschlag dazu seitens des BMG. Bis zum 31. Mai ist Zeit, noch liegt nichts vor.
Der parlamentarische Staatssekretär im BMG, Edgar Franke, übt mit Blick auf die nicht kostendeckende Finanzierung für Bürgergeld-Bezieher denn auch Selbstkritik. „Das muss perspektivisch Berücksichtigung finden“, sagt der SPD-Politiker. Im gleichen Atemzug jedoch verweist er auf die Unterdeckung des Bundeshaushaltes. Eine „ordnungspolitisch saubere Lösung“, sprich nachhaltige Finanzierung, müsse es geben. „Aber man müsse der Politik noch ein wenig Zeit geben, weil wir momentan solche finanziellen Herausforderungen haben.“ Gemurmel an den Tischen mit Bemerkungen, wie die GKV ist kein Selbstbedienungsladen, ist zu hören.
Gebetsmühlenartig weist Franke nochmal auf die anstehende Krankenhausreform hin, die müsse kommen. Da ist der Politiker eins mit dem Vorstandsvorsitzenden des IKK e.V.
Franke, ein treuer Besucher von „Gesundheit trifft Zirkus“, vergisst natürlich nicht das Lob auf den Verein: „15 Jahre – auf die wir heute schön anstoßen können.“ An diesem Abend werde „wirklich etwas für die Gesundheit getan“ und meint natürlich das Lachen der Gäste. Franke sei sicher, „dass das auch mein Chef, Karl Lauterbach, so sieht.“ Schließlich sei der Minister nicht nur regelmäßig bei Lanz & Co., sondern habe auch bei Amazon Prime sein eigenes Stand-up-Programm. Nun gut.
Da freut eher das Publikum, das Musik- und Comedy-Duo Carrington-Brown zu erleben, das übrigens sein 15-jähriges Bühnenjubiläum feiert. Das Duo ist für jene, die bei „Gesundheit trifft Zirkus“ bereits öfter dabei sind, nicht unbekannt. Zum dritten Mal stehen die klassisch ausgebildete Cellistin Rebecca Carrington und ihr Partner Colin Brown auf der Bühne der „Bar jeder Vernunft“. Zusammen mit „Joe“, Rebeccas Cello aus dem 18. Jahrhundert, parodieren sie fast alle Genre – von Pop über Oper bis zum Jazz – und zeigen an diesem Abend ein „Best of – 15 Jahre“. Grandios sind ihre Darbietungen, die Gäste anschließend gut gelaunt.
Trotz kühler Temperaturen amüsieren sich die rund 150 Gäste bei wieder hervorragend ausgewählten Speisen und Getränken. Dem Team des IKK e.V. und der „Bar jeder Vernunft“ ein großes Dankeschön. Und herzlichen Glückwunsch zum 15-Jährigen!
Es gibt einen großen Verband, der in diesem Jahr auf sein Sommerfest verzichtet. Er will damit ein Zeichen setzen – angesichts der wirtschaftlichen Situation, die unter anderem durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verschärft wurde. Und dann gibt es Pharma Deutschland. Der Verband zeigt Flagge und sagt: Gerade jetzt erst recht. Mit ihrem traditionsreichen Sommerfest in Bonn.
Jubelt da jemand? Tatsächlich. Im Motorwerk in Weißensee brandet Jubel auf. Was ist der Anlass? Der BPI feiert am 10. Juni 2026 sein 75jähriges Jubiläum, und Dorothee Bär hält die Festrede. Die Bundesforschungsministerin steht in der ehemaligen Elektromotorenfabrik auf einer runden Bühne ohne Pult („wie bei einer Stand-up Comedy“) und wirkt kein bisschen verloren. Es zeigt sich: Wer sich auf bayerischen Bühnen durchsetzt, hat in Berlin leichtes Spiel. Und Dorothee Bär hat sich durchgesetzt.
Wenn bei Events Show-Programm und Unternehmensthema zusammenpassen, ist das mehr als gutes Timing. Beim IKK e.V. wurde das in diesem Jahr bei „Gesundheit trifft Zirkus“ in der „Bar jeder Vernunft“ deutlich: Mit Florian Wagner stand ein Künstler auf der Bühne, dessen Programm überraschend gut zum Thema passte. Sind doch das Fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V) und somit die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) heutiger Prägung genauso ein Kind der 1990er-Jahre wie er selbst.