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Parlamentarischer Abend BKK Dachverband und Bertelsmann BKK

Vom Lesering in Gütersloh zur Alten Kommandatur Unter den Linden 1 in Berlin. Die Hauptstadtrepräsentanz des Unternehmens Bertelsmann war am 21. November Treffpunkt des gesundheitspolitischen Berlins. Eingeladen hatte der BKK Dachverband und die Bertelsmann BKK – 1957 von Reinhard Mohn und führenden Betriebsräten gegründet. Heute hat die Kasse rund 48.500 Versicherte.

Die Prominenz war zahlreich vertreten – neben Vorständen der Betriebskrankenkassen und anderer Kassenarten und Politiker sowie ihrer Mitarbeiter aller Fraktionen gesellten sich wichtige Menschen des gesundheitspolitischen Parketts. Kein Wunder: Viele wollten die Repräsentanz persönlich in Augenschein nehmen und bei gutem Essen und diversen Getränken miteinander ins Gespräch kommen. Besonderer Gast war die CDU-Politikerin Rita Süssmuth, die phantastisch aussah. Auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mussten die Gäste allerdings verzichten, er war im Wahlkampf für den CDU-Vorsitz im Thüringischen Seebach – auf der dritten von acht Regionalkonferenzen.

Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, bedauerte denn auch sein Wegbleiben. Gern hätte er sich über den Morbi-RSA mit Spahn unterhalten. Noch lieber wohl über die Klagewelle bei den Sozialgerichten aufgrund einer Gesetzesänderung im PpSG. Danach haben die Krankenkassen nur noch zwei Jahre Zeit, um vermeintlich fehlerhafte Rechnungen der Krankenhäuser zu beanstanden. Bisher waren es vier Jahre. Die Krankenkassen seien in der Pflicht, nicht rechtmäßig gezahlte Ausgaben einzuholen. Deshalb wende man sich an die Sozialgerichte. „Wir leben im Rechtsstaat“, sagte Knieps. Müssen doch die Krankenkassen als Körperschaft des öffentlichen Rechts über die Verwendung der Mittel Rechenschaft ablegen – vor der Aufsicht, vor ihren Mitgliedern.

Knieps lobte in diesem Zusammenhang die Selbstverwaltung und ihre geleisteten Aufgaben innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Bereich der Finanzen obliegt ihnen eine Sach- und Strukturentscheidung. Da genieße die Selbstverwaltung Autonomie. Das müsse man akzeptieren und nicht unterhöhlen.

Besonderes dankte Knieps der Bertelsmann BKK, die diesen Abend maßgeblich organisiert hatte. Nach Aussage des Vorstandes des BKK Dachverbandes zeichnet sich die Bertelsmann AG aus, „Zukunft als Chance und nicht als Bedrohung zu betrachten“.

An diesem Abend war deshalb auch „Pepper“ zu Gast – ein kleiner, niedlicher, aber sehr innovativer Roboter, der von Studenten und Wissenschaftlern der Uni Siegen gerade fit gemacht wird für den Einsatz im Seniorenheim. Und Pepper hat so einiges drauf: Er kann Pantomime spielen, tanzen und Witze erzählen. Mit seinen 1,20 Meter und großen Kulleraugen bewegt er sich auf Rollen fort. Streichelt man ihn über den Kopf, fängt er an zu kichern. Aufgrund von Sensoren am Kopf und an den Fingern kann er hören, sehen, sprechen. Beim Gedächtnistraining und in der Sturzprophylaxe soll er ein wichtiger Helfer sein. Ursprünglich wurde Pepper in Japan entwickelt und wird jetzt für den deutschen Markt vorbereitet. Der Name ist übrigens nicht verbindlich, da sind dann die Heimbewohner gefragt, wo der Roboter dann im Einsatz ist.

Der zog sich beim parlamentarischen Abend übrigens dezent zurück, als die Repräsentanz dann wirklich voll wurde. Das hat der guten Stimmung auch keinen Abbruch getan. Und man darf gespannt sein, wen der BKK Dachverband im kommenden Jahr als Mitorganisator gewinnen kann. Attraktive Hauptstadtrepräsentanzen von Kassen, die im BKK Dachverband vereint sind, gibt es sicherlich genügend.

 

Redaktion / Fina Geschonneck

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