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Sommerfest des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH)

Große Events in der bundespolitischen Gesundheitsszene werden in der Regel in Berlin gefeiert – abgesehen von ein, zwei Ausnahmen. Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) gehört dazu und lädt zum Netzwerken und Gespräche führen in das schmucke Städtchen Bonn ein, immerhin bis 1991 Bundeshauptstadt. Als „Interessenvertretung der Heilmittelwerbung“ zur Lösung von Marketingproblemen im Jahre 1954 gegründet, ist der BAH heute der mitgliederstärkste Branchenverband der Arzneimittelindustrie in Deutschland – mit Hauptsitz in Bonn, aber mit zwei wichtigen Abteilungen in Berlin (GKV-Arzneimittelversorgung/Selbstmedikation sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit).

Was sein Sommerfest angeht, zeigt sich der BAH vom Berlin-Rummel unbeeindruckt. So freuten sich vor allem Bonner und also Rheinländer auf das „Klassentreffen“, wie es BAH-Vorstandsvorsitzender Jörg Wieczorek treffend nannte – mit großem Zelt und zahlreichen Stehtischen (wie in den alten „Bonner Zeiten“), vielen alten Bekannten aus der Gesundheitspolitik und auch so manchem Neuen. Der BAH wird nicht wegziehen, das begrüßte vor allem die Bonner Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel. Es sei schön, „dass Sie hierbleiben wollen“, sagte eine sichtlich aufgeräumte Politikerin.

Gekommen waren neben vielen „Entsandten“ der Mitgliedsunternehmen und der Pharma-Verbände auch Vertreter des Bundeskanzleramtes – der Außenstelle in Bonn –, des für den BAH wichtigen Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und auch des Bundesgesundheitsministeriums. Das hat übrigens seinen Hauptsitz in Bonn. Viel Zeit blieb für ruhige Gespräche über Projekte, wie den Pharmadialog oder die Auswirkungen des Brexits – nicht so hektisch wie Berliner Politik- und Eventbetrieb.

Mit einer Tradition will der BAH übrigens (vielleicht) brechen, wie es an diesem Abend hieß. Das seit vielen Jahren vor dem Sommerfest stattfindende Tennisturnier, dessen Sieger beim Sommerfest geehrt wurde, soll nicht mehr stattfinden – es sei denn, die Teilnehmerzahl steigt dramatisch, sechs wären einfach zu wenig. Aber das trübte die gute Stimmung an diesem sommerlich-frischen Abend, und bei gutem Kölsch, nicht wirklich …

 

Redaktion / Andreas Lehr

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