Der BKK Dachverband ist für seine außergewöhnlichen Orte für seinen parlamentarischen Abend bekannt. In diesem Jahr wird ins E-Werk an der Mauerstraße eingeladen, zum zweiten Mal seit Bestehen des Verbandes, wie Vorstandsvorsitzender Franz Knieps in seiner Begrüßung sagt.
Kommt er, kommt er nicht. Und wenn ja? Will er reden oder lieber mit der Lobbyszene plaudern. Die mag er ja nicht wirklich. Und wie geht man damit um, will er ans Mikrofon. Lässt man ihn? Ja, genau: Es geht um den Bundesgesundheitsminister, der sich beim TK-Empfang im Berliner Büro angekündigt hat. Das einzige Fest, das ohne Reden auskommt. So hat es der ehemalige Vorstandschef Norbert Klusen eingeführt, so setzt es der jetzige Vorstandsvorsitzende Jens Baas fort. Um es vorweg zu nehmen: Lauterbach schafft es nicht – Berichterstattergespräch zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz. Das dauert.
Das edle Ritz Carlton am Potsdamer Platz wählt sich die Bundesärztekammer (BÄK) für ihre Jubiläumsveranstaltung. Das Programm kann nicht illustrer sein: Die „BERLINs Finest Jazz Band“ präsentiert eine musikalische Zeitreise durch 75 Jahre. BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt verweist auf die große Bedeutung der ärztlichen Selbstverwaltung. Gastrednerin Prof. Dr. Alena Buyx mahnt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Datenschutz. Und die Präsidentin des Weltärztebundes, Dr. Heidi Stensmyren, beglückwünscht die BÄK zu den Gestaltungsmöglichkeiten, die die Freiberuflichkeit bietet.
Schon wenige Tage vor dem Herbstfest des AOK-Bundesverbandes geistert es durch die Szene. Nicht der Bundesgesundheitsminister hält das Grußwort, sondern Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG: ein Novum. Gaß und die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Carola Reimann machen ihren Unmut über die derzeitige Gesundheitspolitik, insbesondere der aktuellen Gesetzgebung, denn auch in ihren Reden reichlich Luft. Süffisant: Da schießen zwei SPD-Mitglieder gegen den SPD-Minister. Lauterbach bleibt nichts anderes übrig, als sich anschließend zu erklären, und er kündigt eine Krankenhausreform an, die bereits „in Konturen am Himmel steht“.
Der Abend ist hochkarätig besetzt mit Staatsekretärinnen, Politikerinnen und weiblichen Vorständen und Geschäftsführern. Zwölf Organisationen, die sich für mehr Chefinnen in Führungspositionen einsetzen, laden zum Parlamentarischen Abend der Frauen in die Landesvertretung des Saarlandes. Ein Zeichen wollen sie setzen – mit kraftvollem Schwung, mehr Einfluss und Parität, wie es Antje Kapinsky, Co-Vorsitzende Spitzenfrauen Gesundheit, bei der Eröffnung formuliert. Frauen an die Macht! An diesem Abend haben die Männer wahrlich nichts zu sagen.
Ein ganz Großer der Gesundheitsszene verlässt die politische Bühne – vorerst zumindest. Ulrich Weigeldt, seit 19 Jahren Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, steht am Gesellschaftsabend am 15. September im Rampenlicht. Er übergibt das Zepter an Markus Beier, der einen Tag später von der Delegiertenversammlung gewählt wird. Doch vorher wird Weigeldt bejubelt, beklatscht, gewürdigt, gelobt. Die hausärztliche Versorgung: Nie wäre sie so weit gekommen ohne den unermüdlichen Einsatz des 72-Jährigen, ist zu erfahren. Und auch die Hausärzte kommen dabei nicht zu kurz.
Die offizielle Eröffnung des Berliner Büros von Bitmarck und Partner Rise im Helix Hub in Mitte am 7. September kann nicht besser gewählt sein. Nur wenige Stunden vorher hat das BMG zum Auftakt einer Digitalstrategie geladen – ausreichend Gesprächsstoff also für die Gäste.
Seit Ende des vergangenen Jahres ist Dr. Volker Hansen nicht mehr alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates des GKV-Spitzenverbandes (GKV-SV). Wegen Corona muss die Verabschiedung warten – bis zum 21. Juni. Volker Hansen macht sich nochmal kräftig Luft über die vergangenen Jahre mit der Politik. Bundesgesundheitsminister Lauterbach lobt den GKV-SV als international beachtet. Und Gastredner Prof. Dr. Rainer Schlegel, Präsident des Bundessozialgerichtes (BSG), gibt der Selbstverwaltung der GKV diverse Ratschläge für politische Auseinandersetzungen: klar positionieren, Haltung zeigen und proaktiv Diskussionen anstoßen. Der Ruf nach Steuermitteln und Beitragssatzerhöhungen ist für Schlegel der einfachere, aber falsche Weg. Eine Rede, die es in sich hat.
Für zahlreiche Gäste des parlamentarischen Sommerfestes des Marburger Bundes ist die Location eine echte Überraschung. Ein wenig versteckt liegt das bezaubernd ansehende Teehaus im englischen Garten – am Rande des Hansaviertels, in Nachbarschaft des Schlosses Bellevue. Bei frühsommerlichen Temperaturen ist dies nicht die einzige Überraschung. Die parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Sabine Dittmar, kündigt an diesem Abend an, dass „die letzten Wochen und Monate“ von Gesetzes- und Verordnungsverfahren geprägt sein würden. Die Frage ist, ob sie bis zur Sommerpause meint oder bis zum Ende der Legislatur.
Was tun, wenn angekündigte Gesetzentwürfe des Bundesgesundheitsministers auf sich warten lassen? Zahlreiche Gesundheitspolitiker nutzen die Zeit an diesem Mittwochabend sinnvoll. Sie gehen zu Gesundheit trifft Zirkus des IKK e.V. Der Verein hat in die Bar jeder Vernunft geladen – und mehr als 130 Gäste aus Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitsverbänden sowie eben der Politik kommen; mit Impf- oder Testnachweis versteht sich.
Sie sind Persönlichkeiten des ehemaligen Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen. Nicht nur der Name hat sich seit Januar 2022 geändert in Medizinischer Dienst (MD) Bund. Auch die drei Herren Volker Hansen, Dieter F. Märtens und Peter Pick gehören ihm nun nicht mehr an. Für Verwaltungsrat und Geschäftsführung des MD Bund Grund genug, sie gebührend zu verabschieden – mit zahlreichen prominenten Gästen der Gesundheitsszene und vielen Reden.
Der erste Event der Gesundheitsszene an der frischen Luft nach Lockdown und hoher Pandemiezahl kann nicht besser sein. Sonne pur, angenehme Frühlingstemperaturen und gut gelaunte Gäste und natürlich Gastgeber. Pro Generika lädt in die Landesvertretung Baden-Württemberg – und viele von Mitgliedsunternehmen, Marktpartnern und aus der Politik kommen.