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Alle Artikel von Fina Geschonneck

Szene: Eröffnung des 40. Deutschen Hausärztetages

Hausärzte sind ein illustres Völkchen. Sie hören zu, spenden Trost und sind zur Stelle, wenn medizinische Hilfe notwendig ist gegenüber ihren Patienten. Und sie sind witzig, amüsant, in Feierlaune und für einen Spaß gern zu haben: erlebt bei der Eröffnung des 40. Deutschen Hausärztetages am 26. September, der dieses Mal – nach einem Intermezzo in Bonn – wieder in Berlin im TIPI am Kanzleramt stattfand. Dabei brodelte es an diesem Abend unter den Hausärzten, denn am nächsten Tag stand die Wahl des Bundesvorsitzenden Ulrich Weigeldt an. Ein Gegenkandidat versuchte, Stimmung zu machen; die Chancen sollten für ihn denkbar schlecht stehen.


Politische Analysen: Vom Koalitionsvertrag zur Spahn-Bilanz

Selten zuvor hat ein Bundesgesundheitsminister das Amt so zur eigenen Profilierung genutzt, wie Jens Spahn. Schnellere Termine beim Arzt, längere Öffnungszeiten in der Praxis, mehr Pflegekräfte, Digitalisierung überall im Gesundheitswesen. Dank gut gefüllter Schatullen der Krankenkassen kann Spahn die Vorgaben des Koalitionsvertrags ohne Probleme umsetzen; packt gern einige Geschenke für Bürger, Pflegekräfte oder Krankenhäuser dazu. Geschickt verbindet er dies mit mehr Kompetenz für sein Ministerium. Und das im Eiltempo. Dafür greift Spahn – emotional und persönlich – vor allem populäre Themen auf; verbunden mit einer ausgeklügelten Kommunikationsstrategie. Die Bilanz der Großen Koalition im Bereich Gesundheit und Pflege ist weniger eine der Bundesregierung, als vielmehr eine von Jens Spahn. Dabei hat er den Gesundheits- und Pflegeteil in den Koalitionsgesprächen nicht einmal verhandelt.

Fina Geschonneck

Szene: Herbstfest der PKV

Der Hamburger Bahnhof – DAS Museum für Gegenwart in Berlin – und der Verband der Privaten Krankenversicherung sind einmal im Jahr eine Einheit. Jährlich Mitte September lädt der PKV-Verband in den spätklassizistischen Bau mit seinen berühmten zeitgenössischen Ausstellungen in die Invalidenstraße. Von den Sammlungen ist freilich nur das eine oder andere Kunstwerk zu sehen; aber die Pracht des Hauses eine Augenweide. Für die Gäste des Events ist wohl auch deshalb das Fest immer wieder ein Erlebnis. Aber nicht nur: Nach der Sommerpause geben sich Akteure der Gesundheitsbranche gern ein Stelldichein, um den neuesten Klatsch und die wichtigsten Veränderungen in der Szene zu erfahren.


Szene: „Gesundheit trifft Zirkus“ des IKK e.V.

Wenn der IKK e.V. in die Berliner „Bar jeder Vernunft“ einlädt, sind gute Laune, angeregte Gespräche und hervorragendes Essen programmiert. Die Gäste freuen sich auf den künstlerischen Höhepunkt. Zuvor hat einer der alternierenden Vorstandsvorsitzenden des IKK e.V. das Wort – Hans Peter Wollseifer oder Hans-Jürgen Müller. So sollte es auch in diesem Jahr, dem 11. „Gesundheit trifft Zirkus“ sein. Aber die Rede von Hans-Jürgen Müller hatte es in sich, die am Abend für reichlich Gesprächsstoff und bei dem einen oder anderen für Nachdenken sorgte.


Szene: ABDA-Sommerfest

Einerseits ist es eine willkommene Gelegenheit, mit der Politik in Kontakt zu kommen. Anderseits – und letztlich genauso wichtig – ist die willkommene Gelegenheit, mit- und untereinander Meinungen und Ideen zu diskutieren, sich neu oder besser kennenzulernen. Und es war ein großes Wiedersehen beim ABDA-Sommerfest in der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche, das ganz im Zeichen dieses gegenseitigen Austauschs stand. Zudem wurde ein Jubiläum gefeiert: Zum fünften Mal lud die ABDA an diesen einmaligen Veranstaltungsort in die Zossener Straße in Berlin-Kreuzberg ein.


Szene: Frühjahrsfest von KZBV und BZÄK

Eigentlich ist die Britische Botschaft für das Frühjahrsfest von Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gesetzt. In diesem Jahr machten Prinz Charles und seine Camilla der Zahnärzteschaft kurzerhand ein Strich durch die Rechnung, die just an diesem Tag in der Botschaft nachträglich den Geburtstag von Elisabeth II. feierten. Für Elfi Schmidt-Garrecht, Leiterin Politik und Grundsatzfragen der KZBV und für die Organisation die Fäden in der Hand, eine Schreckensmeldung, damals im Februar, wie sie sich erinnerte, und jeder in gleicher Verantwortung kann sich sehr gut in diese Situation versetzen. Mit vielen Unterstützern wurde ein trefflicher Ort gefunden – der Bärensaal im alten Stadthaus in Berlin-Mitte.


Szene: 70-Jahr-Feier des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB)

Wenn ein Verband 70 Jahre alt wird, ist das ein sehr guter Grund zu feiern. Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) begeht seinen Geburtstag in einem Jahr voller Gedenktage und Jubiläen: Das Grundgesetz wird 70 und auch die NATO begeht ihren 70. Die Bundesrepublik wurde vor 70 Jahren gegründet. Und der Mauerfall liegt bereits 30 Jahre zurück. Geladen hatte der BFB am 10. April in den Schlossplatz 1 in Berlin – ins ehemalige Staatsratsgebäude, heutiger Sitz der European School of Management und Technology. Eine gute Wahl; denn die freien Berufe in Deutschland sind selbstbewusst, engagiert und mit einem festen gesellschaftlichen Platz.


Szene: Parlamentarischer Abend des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI)

Auf der Suche nach dem im Gedächtnis bleibenden parlamentarischen Abend versuchen Verbände und Institutionen in der Szene, besondere Wege zu gehen. Mit Orten gelingt es schon vielen, wie dem KaDeWe – Ärzteschaft –, der Bar jeder Vernunft – IKK e.V. –, der Parlamentarischen Gesellschaft – Zahnärzteschaft – oder dem Grand Hyatt – DKG. Reden sind dabei gesetzt. Ohne die Ansprachen kommt die TK erfolgreich aus. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) wählte für seinen parlamentarischen Abend am 3. April 2019 nicht nur das durchaus beeindruckende Axica am Pariser Platz, sondern auch eine außergewöhnliche Kommunikationsform: Drei Bühnen besetzt mit Politikern und Verbandsmitgliedern, und jeder Gast durfte „Salz, Pfeffer oder Senf“ dazu geben, wie es Dr. Martin Zentgraf, Vorstandsvorsitzender des BPI, trefflich formulierte.


Szene: Frühjahrsfest der Techniker Krankenkasse im Büro Berlin

Was haben Flamingos mit der Techniker Krankenkasse (TK)? Nichts: zumindest auf den ersten Blick. Dennoch hatte das diesjährige Frühjahrsfest der TK am 2. April 2019 in Berlin das Motto „Flamingo“. Die roten Vögel stolzierten stundenlang über dem Bildschirm, waren präsent als Gartenfigur auf dem Balkon oder auf dem Buffet. Der Flamingo gilt übrigens als Krafttier und wird in der Mythologie auch als Feuervogel bezeichnet. Und die TK ist beim Kräftemessen in der GKV durchaus erfolgreich – und scheut auch das Feuer nicht. Mal was zum Nachdenken.

Management / Trends: Wettbewerb und Vorgaben des Preises beißen sich

„Pflegeeinrichtungen sollen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien und Maßstäben geführt werden. Am Ende braucht jede Unternehmung, die sich im Wettbewerb bewähren soll, schwarze Zahlen. Das unternehmerische Risiko muss honoriert, Investitionen müssen gestemmt, Zukunftsplanung muss betrieben werden.“ [1] Diese Sätze stammen aus der Feder von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Doch wie soll das gelingen bei den gesetzlichen Vorgaben von tariflicher Bezahlung des Personals und ihrer Ausstattung, wachsenden Qualitätsanforderungen – und das alles bei keiner freien Preisbildung. Zwei Studien des Institutes für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IEGUS) über das unternehmerische Wagnis in der stationären und ambulanten Pflege haben versucht, Licht ins Dunkel unternehmerisches Risiko zu bringen und es zu bestimmen. [2]

Thomas Meißner, Fina Geschonneck