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Alle Artikel von Fina Geschonneck

Szene: Neujahrsempfang der Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung

Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Zahnärzteschaft am 28. Januar in der Parlamentarischen Gesellschaft hieß es erst einmal warten. Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hatten sich für Erwin Rüddel MdB, Vorsitzender des Gesundheitsausschuss, entschieden, der an Stelle aller gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktionen am Pult stehen und das Parlament repräsentieren sollte. Der war allerdings noch mit einer südkoreanischen Delegation unterwegs. Die knapp eineinhalb Stunden schauen, plaudern und eben warten lohnten sich aber: Rüddel kündigte ein neues Präventionsgesetz in diesem Jahr an – ganz offiziell und dabei mit Blick auf die erfolgreiche Praxis der Zahnärzte.


Szene: Neujahrsempfang der deutschen Ärzteschaft

Danke – das war das wohl meistgesagte Wort in den Reden beim diesjährigen Neujahrsempfang der deutschen Ärzteschaft im KaDeWe am 16. Januar. Ob bei Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt oder KBV-Vorstandsvorsitzendem Dr. Andreas Gassen. Doch wohl am überzeugendsten kam es aus dem Mund von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn; gerichtet auch an die Ärzteschaft. Nur wenige Stunden vorher musste der CDU-Politiker eine nicht unerhebliche Schlappe im Bundestag einstecken – bei der Entscheidung für die Organspende. Sein mit SPD-Politiker Karl Lauterbach initiierter Gesetzesentwurf zur doppelten Widerspruchslösung fiel bei dem überwiegenden Teil der Abgeordneten durch. Entschieden wurde sich für die Entscheidungslösung. Wer glaubte, Spahn war die Niederlage anzumerken, der irrte. Seine Rede war ein Plädoyer für „gute Debatten trotz unterschiedlicher Meinung“: rhetorisch gekonnt, emotional überzeugend.

Szene: Neujahrsempfang Deutscher Hausärzteverband

Kein Drängeln, nicht mehr Politiker zum Anfassen – der Hausärzteverband hat in diesem Jahr für seinen Neujahrsempfang in Berlin am 15. Januar den noblen Capital Club in Berlin-Mitte gewählt. Die Bleibtreustraße in Charlottenburg ist damit für Neujahrsempfänge der Hausärzte Geschichte. Ein Thema des Abends, wie auch die sehenswerten Modefotos von CDU-Gesundheitspolitikerin Karin Maag im aktuellen FAZ-Magazin.

Szene: Neujahrsempfang des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB)

Was macht der Parteivorsitzende der Grünen auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbandes der freien Berufe (BFB): Er räsoniert über Freiheit und Verantwortung, Vertrauen der Politik und notwendige Veränderungen. Dr. Robert Habeck war am 14. Januar im Allianz-Forum als Hauptredner geladen. Viele waren gespannt; zahlreiche Gäste anschließend fasziniert, andere wiederum abwartend.


Szene: Parlamentarischer Abend des BKK Dachverbandes

Politiker sind für die Krankenkassen eigentlich immer wichtig und sehr gefragt – in dieser Zeit aber besonders. Das Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz steht gegenwärtig auf der Agenda, da geht es um viel Geld. Und gerade dieses Gesetz soll nach dem Willen der Betriebskrankenkassen, wie auch Ersatz- und Innungskrankenkassen nicht mehr aufgeschnürt werden. Doch auch die Diskussion um hochpreisige Arzneimittel treibt die Kassen um. Dabei geht es um jene Medikamente, die in Deutschland noch nicht zugelassen sind, aber über die Medien für kleine und sehr kranke Patienten gefordert werden. Das rührt auf der einen Seite zu Herzen, macht den Haushältern der Kassen aber ernsthafte Sorgen. Der Zeitpunkt des parlamentarischen Abends des BKK Dachverbandes am 28. November war für Gespräche darüber also in diesem Jahr perfekt gewählt.


Szene: Health-i-Award 2019

Was einen Techniker Krankenkasse (TK) und Handelsblatt – auf den ersten Blick nichts. Seit 2016 gibt es eine Gemeinsamkeit: die Suche nach jungen Gründern, die das Gesundheitswesen mit ihren Ideen bereichern. Einmal im Jahr bekommen die besten von ihnen den Health-i-Award.


Szene: Politischer Dialog von eurocom

Gesundheit ist eine sehr ernste Sache – Gesundheitspolitik erst recht. Was hat also Guildo Horn auf einer Veranstaltung von eurocom in der Berliner Kalkscheune zu suchen? Der Schlagerbarde und Nussecken-Liebhaber kennt sich ja aus mit „Orthopädischen Strümpfen“ und gab die Antwort gleich selbst: „Mir geht es um gesellschaftliche Teilhabe. Bei meinen Konzerten kann man alles hinter sich lassen, mal zwei Stunden den Kopf ausschalten.“ Deshalb fordere er auch „Horn-Konzerte auf Krankenschein“.


Szene: Eröffnung des 40. Deutschen Hausärztetages

Hausärzte sind ein illustres Völkchen. Sie hören zu, spenden Trost und sind zur Stelle, wenn medizinische Hilfe notwendig ist gegenüber ihren Patienten. Und sie sind witzig, amüsant, in Feierlaune und für einen Spaß gern zu haben: erlebt bei der Eröffnung des 40. Deutschen Hausärztetages am 26. September, der dieses Mal – nach einem Intermezzo in Bonn – wieder in Berlin im TIPI am Kanzleramt stattfand. Dabei brodelte es an diesem Abend unter den Hausärzten, denn am nächsten Tag stand die Wahl des Bundesvorsitzenden Ulrich Weigeldt an. Ein Gegenkandidat versuchte, Stimmung zu machen; die Chancen sollten für ihn denkbar schlecht stehen.



Politische Analysen: Vom Koalitionsvertrag zur Spahn-Bilanz

Selten zuvor hat ein Bundesgesundheitsminister das Amt so zur eigenen Profilierung genutzt, wie Jens Spahn. Schnellere Termine beim Arzt, längere Öffnungszeiten in der Praxis, mehr Pflegekräfte, Digitalisierung überall im Gesundheitswesen. Dank gut gefüllter Schatullen der Krankenkassen kann Spahn die Vorgaben des Koalitionsvertrags ohne Probleme umsetzen; packt gern einige Geschenke für Bürger, Pflegekräfte oder Krankenhäuser dazu. Geschickt verbindet er dies mit mehr Kompetenz für sein Ministerium. Und das im Eiltempo. Dafür greift Spahn – emotional und persönlich – vor allem populäre Themen auf; verbunden mit einer ausgeklügelten Kommunikationsstrategie. Die Bilanz der Großen Koalition im Bereich Gesundheit und Pflege ist weniger eine der Bundesregierung, als vielmehr eine von Jens Spahn. Dabei hat er den Gesundheits- und Pflegeteil in den Koalitionsgesprächen nicht einmal verhandelt.

Fina Geschonneck

Szene: Herbstfest der PKV

Der Hamburger Bahnhof – DAS Museum für Gegenwart in Berlin – und der Verband der Privaten Krankenversicherung sind einmal im Jahr eine Einheit. Jährlich Mitte September lädt der PKV-Verband in den spätklassizistischen Bau mit seinen berühmten zeitgenössischen Ausstellungen in die Invalidenstraße. Von den Sammlungen ist freilich nur das eine oder andere Kunstwerk zu sehen; aber die Pracht des Hauses eine Augenweide. Für die Gäste des Events ist wohl auch deshalb das Fest immer wieder ein Erlebnis. Aber nicht nur: Nach der Sommerpause geben sich Akteure der Gesundheitsbranche gern ein Stelldichein, um den neuesten Klatsch und die wichtigsten Veränderungen in der Szene zu erfahren.

Szene: „Gesundheit trifft Zirkus“ des IKK e.V.

Wenn der IKK e.V. in die Berliner „Bar jeder Vernunft“ einlädt, sind gute Laune, angeregte Gespräche und hervorragendes Essen programmiert. Die Gäste freuen sich auf den künstlerischen Höhepunkt. Zuvor hat einer der alternierenden Vorstandsvorsitzenden des IKK e.V. das Wort – Hans Peter Wollseifer oder Hans-Jürgen Müller. So sollte es auch in diesem Jahr, dem 11. „Gesundheit trifft Zirkus“ sein. Aber die Rede von Hans-Jürgen Müller hatte es in sich, die am Abend für reichlich Gesprächsstoff und bei dem einen oder anderen für Nachdenken sorgte.