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Alle Artikel von Fina Geschonneck

Szene: AOK-Frühjahrsempfang mit neuer Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden

Eigentlich findet der AOK-Empfang immer im Herbst statt – ausgenommen während der Pandemie. In diesem Jahr ist der Herbst- nun ein Frühjahrsempfang. Und die Anlässe könnten nicht vielfältiger sein. Die neue Vorstandsvorsitzende Carola Reimann präsentiert sich und die sich seit Januar 2022 im Amt befindende Aufsichtsratsvorsitzende des Verbandes seitens der Arbeitgeber, Susanne Wagenmann. Und auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kommt und verkündet seinen Plan für die nächsten Monate.


Szene: Frühlingsempfang des Deutschen Hausärzteverbandes

Findet er statt oder wird er abgesagt – der Frühlingsempfang des Deutschen Hausärzteverbandes am 16. März. Das Rätselraten ist unbegründet. Mit der 2G-Plus-Regelung in der Tasche genießen rund 150 Politiker, Verbändechefs und weitere Vertreter das erste Treffen der Gesundheitsszene in diesem Jahr im Berliner Capital Club. Auch für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist es „die erste Empfangsgelegenheit“, die er im neuen Amt überhaupt wahrnehme, wie er sagt.

Szene: Herbstempfang der DKG

Gewöhnlich lädt die DKG im Frühjahr zu ihrem Empfang ins Berliner Hyatt ein. Abgesehen davon, dass während der Corona-Pandemie auch dieses Fest abgesagt wird, lässt sich die DKG in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen. Der Ort des Events ist das Tipi am Kanzleramt – aus gutem Anlass. Der bis März amtierende Hauptgeschäftsführer Georg Baum steht im Mittelpunkt zur gebührenden Verabschiedung.

Szene: BVMed-Herbstempfang 2021

Bisher veranstaltet der BVMed die Events in seinem Innenhof in der Berliner Reinhardtstraße. In diesem Jahr ist er jedoch umgezogen in den Zollpackhof, das erste Ausflugslokal der Stadt übrigens. Der neue Ort kann so kurz nach der Bundestagswahl nicht besser gewählt sein. Nur die Spree trennt Restaurant und Bundeskanzleramt voneinander. Freie Sicht für die rund 200 Gäste auf die Machtzentrale Deutschlands. Da lässt es sich doch trefflich diskutieren und orakeln, wer wohl künftig von dort aus regieren wird.



Szene: „Gesundheit trifft Zirkus“ des IKK e.V.

Knapp 20 Monate muss die Gesundheitsszene aufgrund von Corona ausharren, um sich wieder treffen zu können. Doch jetzt ist es wieder möglich – endlich. Und eine der beliebtesten Veranstaltungen im Jahr macht den Anfang. Rund 120 Gäste begrüßt der IKK e.V. für „Gesundheit trifft Zirkus“ in der „Bar jeder Vernunft“ am 14. September. Die Stimmung: hervorragend, das Programm gelungen – und auch das Wetter spielt mit.


Kommentare: Handlanger für den Notstandsstaat

Kurz vor der Bundestagswahl laufen CDU/CSU und SPD bei der Entscheidung über die Pflegereform sowie über das Fortbestehen einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite zur Höchstform auf. Durchpeitschen und beschließen, heißt die Devise. Die Koalitionsfraktionen im Bundestag nehmen sich dabei auffallend zurück. Vielmehr erscheinen sie als Handlanger der Bundesregierung. Die politischen Regularien werden zwar eingehalten, aber das Ergebnis steht bereits im Vorfeld des Beschlusses im Bundestag fest – trotz Kritik und großer Vorbehalte seitens der Opposition und zahlreicher Akteure.

Prof. Dr. Andreas Lehr, Fina Geschonneck


Politische Analysen: Grenzerfahrungen von Politik und Selbstverwaltung

Seit März 2020 ist die Bekämpfung der Corona-Pandemie das zentrale politische Handlungsfeld. Neue Player betreten die politische Bühne, Schwerpunkte verlagern sich. Wissenschaftler geraten unverhofft ins Zentrum der politischen Debatte. Aus dem Nichts erwachsen informelle Gremien zu zentralen Entscheidern für das tägliche (Über)Leben, wie die Runde aus Länderchefs, Corona-Kabinett und der Bundeskanzlerin. Die demokratische Kontrolle des Regierungshandelns wandelt sich. Das wirft Fragen auf: Wie agieren die alten und neuen Akteure in Deutschland? Welche Bedeutung hat die weltweite Pandemie für Europa? Kurz: Wie hat sich die Governance des deutschen Gesundheitswesens – Governance verstanden als Systemsteuerung im weitesten Sinne – verändert? Und: Welche politischen Konsequenzen zeichnen sich ab?

Sabine Rieser, Prof. Dr. Andreas Lehr, Fina Geschonneck, Sebastian Hofmann


Politische Analysen: Krankenhäuser: Viele Regulierungen – doch Strukturreformen fehlen noch

Sie werden „Regulierungsoverkill“ oder „Reform-Marathon“ mit „überbordenden Maßnahmen“ von den Fachleuten genannt: die zahlreichen Gesetze, Verordnungen und Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für die deutschen Krankenhäuser in dieser Legislaturperiode. Der stationäre Bereich ist überdurchschnittlich von der gesamten Regulierung des Gesundheitssystems betroffen. Allein bis Mitte März 2020 betreffen 62 Prozent aller dieser Quellen aus der 19. Legislaturperiode die Krankenhausversorgung, so eine Auswertung des Observer Gesundheit. [1] Allerdings: Bei näherer Betrachtung sind gegenwärtig grundlegende Strukturreformen der stationären Versorgung nicht erkennbar. Dabei sind sie – umschrieben zumindest – im Koalitionsvertrag „für eine gute stationäre Versorgung“ angekündigt; mit Qualitätsoffensive, sektorenübergreifender Versorgung, Verbesserung der Notfallversorgung und der bestehenden Verpflichtung der Länder zur Investitionsfinanzierung. Von der wird sich mit dem aktuellen Entwurf des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) augenscheinlich verabschiedet. Danach müssen die Länder sich nicht unbedingt am Krankenhauszukunftsfonds beteiligen – der Einstieg für den endgültigen Ausstieg aus der dualen Finanzierung von Krankenhäusern?

Fina Geschonneck


Politische Analysen: Von der Regierungsbildung im Bundestag bis zur Corona-Zäsur

Die Gesundheitspolitik bis zum März dieses Jahres ist mit der Corona-Epidemie fast in Vergessenheit geraten. Gesetzentwürfe und Verordnungen durchlaufen seitdem im Eiltempo die notwendigen politischen Regularien, auch bestehendes Recht wird ausgehebelt, um der Situation Herr zu werden. Zwar gelten sie nur für einen befristeten Zeitraum. Doch schon heute ist klar – was Bundestag und Bundesministerium für Gesundheit nach zwei Jahren Regierungstätigkeit auf den Tisch legen bzw. entscheiden, wird anders sein als jene beschlossenen Maßnahmen vor Corona. Man kann deshalb von einer Corona-Zäsur der Regulierung sprechen, ausgelöst durch die exogene Schockwirkung der Epidemie auf das gesamte Gesellschafts-, Wirtschafts- und Politiksystem. Ein Vergleich zu den vorher getroffenen gesundheitspolitischen Entscheidungen ist also unumgänglich. Nur so ist es möglich, sie realistisch einzuordnen und zu bewerten. Das notwendige Fundament hierzu schafft die hier vorliegende Maßnahmenanalyse der Regulierung der 19. Legislaturperiode im Bereich Gesundheit und Pflege. Die Auswertung beginnt mit der Regierungsbildung im Bundestag am 14. März 2018 und endet exakt nach zwei Jahren am 13. März 2020 – kurz bevor man die Corona-Zäsur unter dem Gesichtspunkt gesundheitspolitischer Regulierung auf den 23. März 2020 datieren kann aufgrund der an diesem Tag gefassten Kabinettsbeschlüsse zur ersten großen Gesetzgebungswelle mit weitreichenden Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Epidemie, auch im Bereich Gesundheit und Pflege. Die zeitliche Koinzidenz bzw. Abfolge der hier veröffentlichten Zweijahresanalyse mit der Corona-Zäsur ist rein zufällig, wie auch dieses Projekt zu einem Zeitpunkt gestartet wurde, als noch niemand mit dieser tiefgreifenden Krise rechnete.

Prof. Dr. Andreas Lehr, Fina Geschonneck, Dr. Ines Niehaus, Sebastian Hofmann

Szene: Neujahrsempfang der Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung

Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Zahnärzteschaft am 28. Januar in der Parlamentarischen Gesellschaft hieß es erst einmal warten. Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hatten sich für Erwin Rüddel MdB, Vorsitzender des Gesundheitsausschuss, entschieden, der an Stelle aller gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktionen am Pult stehen und das Parlament repräsentieren sollte. Der war allerdings noch mit einer südkoreanischen Delegation unterwegs. Die knapp eineinhalb Stunden schauen, plaudern und eben warten lohnten sich aber: Rüddel kündigte ein neues Präventionsgesetz in diesem Jahr an – ganz offiziell und dabei mit Blick auf die erfolgreiche Praxis der Zahnärzte.

Szene: Neujahrsempfang der deutschen Ärzteschaft

Danke – das war das wohl meistgesagte Wort in den Reden beim diesjährigen Neujahrsempfang der deutschen Ärzteschaft im KaDeWe am 16. Januar. Ob bei Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt oder KBV-Vorstandsvorsitzendem Dr. Andreas Gassen. Doch wohl am überzeugendsten kam es aus dem Mund von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn; gerichtet auch an die Ärzteschaft. Nur wenige Stunden vorher musste der CDU-Politiker eine nicht unerhebliche Schlappe im Bundestag einstecken – bei der Entscheidung für die Organspende. Sein mit SPD-Politiker Karl Lauterbach initiierter Gesetzesentwurf zur doppelten Widerspruchslösung fiel bei dem überwiegenden Teil der Abgeordneten durch. Entschieden wurde sich für die Entscheidungslösung. Wer glaubte, Spahn war die Niederlage anzumerken, der irrte. Seine Rede war ein Plädoyer für „gute Debatten trotz unterschiedlicher Meinung“: rhetorisch gekonnt, emotional überzeugend.