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Wissenschaft

Prof. Dr. Ludwig Kuntz

Freiwillige Ersthelfer verbessern Überlebenschancen bei Herzstillstand

In Deutschland werden jährlich mindestens 54.000 Menschen nach einem außerklinischen Herzstillstand (Out‑of‑Hospital Cardiac Arrest) durch den Rettungsdienst reanimiert [1]. Entscheidend für die Überlebenschancen ist der möglichst frühzeitige Beginn der Reanimationsmaßnahmen.

Prof. Dr. Ludwig Kuntz

Prof. Dr. Ludwig Kuntz

Fachfremde Belegung in Krankenhäusern

Die Krankenhausreform stellt das System im stationären Bereich grundlegend um: Die Zusammenlegung von Kapazitäten innerhalb von Leistungsgruppen soll Qualität sichern und gleichzeitig Ressourcen effizienter nutzen. Wenn Patientenzahlen in einer Leistungsgruppe zunehmen und die Auslastung entsprechend hoch ist, greift ein vertrautes Steuerungsinstrument: Patienten werden fachfremd auf anderen Stationen untergebracht.

Prof. Dr. Ludwig Kuntz

Dr. Ines Niehaus

Finanzielle Flexibilität rettet Leben in Pflegeheimen

Bedeutet eine hohe finanzielle Verschuldung eines Pflegeheimes in Krisenzeiten, dass Sterbefälle durch schlechter werdende Pflegequalität ansteigen? Eine neue Studie von Morris et al. [1] zeigt, dass sich diese Frage nicht so einfach bejahen lässt. Die Studie analysiert mit neuen Perspektiven auf Unternehmensstruktur und Leasingverträgen, welche Auswirkungen eine finanzielle Verschuldung von Pflegeheimen tatsächlich auf die Entwicklung von Sterbefällen in Krisensituationen hat und kommt dadurch zu neuen Erkenntnissen.

Dr. Ines Niehaus

Dr. Ines Niehaus

Ambulantisierung in Krankenhäusern mit Nebenwirkungen

In Deutschland wagen immer mehr Krankenhäuser den Einstieg in die ambulante Versorgung. So gründen und übernehmen Krankenhäuser z.B. medizinische Versorgungszentren (MVZ). Ein vergleichbarer Trend ist auch in den USA zu beobachten. Dort kaufen immer mehr Krankenhäuser Arztpraxen auf und wandeln diese in eine Krankenhausambulanz um („vertikale Integration“). Ob diese Entwicklung vorteilhaft ist, beleuchtet eine US-Studie [1].

Dr. Ines Niehaus


Prof. Dr. Ludwig Kuntz

Nicht jeder profitiert von digitalen Beratungslösungen

In einer zunehmend digitalisierten Welt greifen Verbraucher immer häufiger auf künstliche Intelligenz (KI) und algorithmusbasierte Entscheidungshilfen zurück, um komplexe finanzielle Entscheidungen zu treffen. Eine aktuelle Studie von Bundorf, Polyakova und Tai-Seale untersucht, wie sich digitale Expertenberatung auf die Wahl von Krankenversicherungen auswirkt [1].

Prof. Dr. Ludwig Kuntz


Benjamin Berndt
Lotte Wedekind

Sozialbeiträge auch auf Kapitalerträge?

Im Bundestagswahlkampf schlug Bündnis 90/Die Grünen erneut vor, Sozialbeiträge auch auf Kapitalerträge zu erheben. In der politischen und medialen Diskussion dieser Idee fehlen jedoch eine klare Definition von Kapitalerträgen und Informationen zur konkreten Höhe der Beiträge bzw. zur Berücksichtigung von Freibeträgen. Außerdem ist unklar, welches finanzielle Potenzial einer Ausweitung der Bemessungsgrundlage der Sozialversicherungsbeiträge innewohnt.

Dipl.-Pol. Benjamin Berndt, Lotte Wedekind


Prof. Dr. Ludwig Kuntz

Klinikketten als Qualitäts- und Rentabilitätsbooster

In Deutschland gibt es einen Trend zur Zentralisierung von Kliniken. Dabei wird oftmals vergessen, dass spezialisierte Leistungen, die gut planbar sind, eher in separierten Fachkliniken angeboten werden sollen [1]. Dies gilt auch für den wachsenden Bedarf an Reproduktionsmedizin. Eine Möglichkeit der Realisierung von flächendeckenden Behandlungsangeboten ist die Implementierung von Kliniken in einer Klinikkette.

Prof. Dr. Ludwig Kuntz


Dr. Ines Niehaus

Wie könnten die Lauterbach-Vorschläge wirken?

Anfang Januar 2024 nach dem Krisengipfel zur ambulanten vertragsärztlichen Versorgung hat das Bundesministerium für Gesundheit ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung vorgelegt [1]. Im Fokus steht die Reform der hausärztlichen Honorierung. Doch welche Effekte lassen sich mit den Vorschlägen zur Veränderung der Honorierung erwarten?

Dr. Ines Niehaus


Dr. Ines Niehaus

US-Non-Profit-Modell – ein Rezept für geringere Preise und gegen Arzneimittellieferengpässe

Die Diskussion um Arzneimittellieferengpässe ist nicht nur in Deutschland in vollem Gange. Im Trendbeitrag „Civica senkt Generikapreise drastisch“ ist im Observer Gesundheit ein innovatives Non-Profit-Geschäftsmodell (Civica Rx) aus den USA-vorgestellt worden. Civica Rx wurde ins Leben gerufen, um der vorherrschenden Arzneimittelknappheit und den steigenden Generikapreisen in den USA zu begegnen. Was ist aus dem Non-Profit-Geschäftsmodell geworden? Eine Antwort auf diese Frage liefert die Studie von Dredge und Scholtes [1]. Basierend auf aktuellen Zahlen haben die Wissenschaftler analysiert, wie sich der Arzneimittelzugang und die Preise auf dem US-Markt entwickelt haben. Wie sehen die aussagekräftigen Studienergebnisse [1] aus?

Dr. Ines Niehaus


Dr. Ines Niehaus

Krankenhausreform in Deutschland: Veränderung der Patientenströme wirkt sich auf Kosten aus

Die dritte und bislang umfassendste Empfehlung der Regierungskommission zur Krankenhausreform liegt seit Dezember 2022 auf dem Tisch (1). Derzeit arbeiten Bund und Länder an einem Eckpunktepapier, das noch vor der Sommerpause fertiggestellt werden soll. Das Ziel – Anfang 2024 ein Gesetz. Eine sehr ambitionierte Zielsetzung. Doch was bedeutet eine Veränderung des Patientenvolumens in medizinischen Fachrichtungen für die Kostenentwicklung im Krankenhaus? Die Studie von Freeman et al. (2) untersucht fachrichtungsübergreifend, wie sich die Kosten für geplante und ungeplante Patienten entwickeln, sobald sich das Patientenvolumen in medizinischen Fachrichtungen ändert.  Ein Datensatz von 145 Millionen stationären Patientenüberweisungen aus England ist dafür analysiert worden.

Dr. Ines Niehaus

Warum ein harter Lockdown nicht immer der richtige Weg ist

„Es hat Fehler gegeben“, so berichtete es Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach beispielsweise im ZDF heute journal, als er eine Bilanz nach drei Jahren Corona-Pandemie zog [1]. Er räumte ein, dass es falsche Schwerpunkte bei der Kontaktreduzierung gegeben hätte. Schulen und Kindertagesstätten hätten z.B. mit einem entsprechenden Testkonzept früher eröffnet werden können [1]. Doch was ist rückblickend eigentlich die beste Lockdown-Strategie, um Infektionen und Todesfälle zu vermeiden? Eine Antwort auf diese Frage gibt eine Studie von Bonardi et al. [2], die basierend auf Daten von 178 Ländern Handlungsempfehlungen für eine optimale Lockdown-Strategie ableitet.

Prof. Dr. Eva Susanne Dietrich

Kann Betriebliche Gesundheitsförderung die Attraktivität der Gesundheitsberufe steigern?

Bereits vor fünf Jahren wurde im Observer Gesundheit die Frage erörtert, ob durch eine Betriebliche Gesundheitsförderung die Attraktivität der Gesundheitsberufe erhöht werden kann, und es wurde ein Potential resümiert Eine Diskussion beim Bayerischen Landesgesundheitsrat zu diesem Thema (1) lieferte den Anlass zu überprüfen, ob zwischenzeitlich Evidenz vorliegt, um das Potenzial zu bestätigen. Das Ergebnis ist unbefriedigend.

Prof. Dr. Eva Susanne Dietrich