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Kommentare

Prof. Dr. med. Jürgen Windeler

Finanzkommission setzt wichtige Signale für evidenzbasierte Medizin

Nun hat die FinanzKommission Gesundheit also ihren sehnlichst erwarteten ersten Bericht vorgelegt. Sie schlägt darin ein Bündel von insgesamt 66 Maßnahmen vor, um die GKV-Finanzen im Jahr 2027 zu stabilisieren. Welche Richtung wird damit vorgegeben?

Prof. Dr. Jürgen Windeler


Dorothee Brakmann

Kurzfristig kurzsichtig

Die Vorschläge der Finanzkommission mögen kurzfristig die GKV-Bilanzen entlasten. Trotzdem sind sie kurzsichtig. Denn langfristig treiben sie Investitionen, Arbeitsplätze und Arzneimittelversorgung aus Deutschland heraus.

Dorothee Brakmann

Dr. Matthias Gruhl

Das Pflegebudget – gestern und heute: eine Bilanz

Die aktuelle Debatte über die Entwicklung der Pflegepersonalkosten im Krankenhaus im Kontext des Pflegebudgets sowie der Integration von Pflegepersonaluntergrenzen in die Leistungsgruppen machen es sinnvoll, die Gründe für die seinerzeitige Einführung in Erinnerung zu rufen und die daraus entstandenen Entwicklungen zu bewerten.

Dr. Matthias Gruhl

Karl-Josef Laumann

Der 15-Punkte-Plan für eine zukunftsfeste ambulante medizinische Versorgung

Unser Gesundheitssystem steht vor großen Herausforderungen. Die Menschen werden älter und benötigen häufiger medizinische Versorgung – gleichzeitig fehlen medizinische Fachkräfte. Bereits jetzt ist das Land mit unterschiedlichen Maßnahmen aktiv, um die flächendeckende Versorgung auch zukünftig sicherzustellen: Ausbau der Medizinstudienplätze und allgemeinmedizinischer Lehrstühle, Landarztquote, Niederlassungsförderung im Rahmen des Hausarztaktionsprogramms. Es wird jedoch nicht reichen, immer nur weitere Ressourcen in unser Gesundheitssystem zu geben.

Karl-Josef Laumann


Dr. Matthias Gruhl

Da fehlt noch was im Notfallreformgesetz

Am 25. März soll das Kabinett den Regierungsentwurf für die geplante Notfallreform beschließen. Der Referentenentwurf geht in die richtige Richtung – bleibt unter anderem aber an einer entscheidenden Stelle unvollständig. Darauf weist ein aktuelles Positionspapier der Bertelsmann Stiftung[1] hin. Für in der Versorgung weniger dringlicher Notfälle existieren heute zwei parallel arbeitende aufsuchende Dienste – der kassenärztliche Notdienst und der Rettungsdienst. Beide behandeln häufig dasselbe Krankheitsspektrum, stimmen sich jedoch kaum ab.

Dr. Matthias Gruhl


Dorothee Brakmann

Pharmadialog: Strategische Richtungsentscheidungen stehen aus

Als die Bundesregierung im November 2025 – dem Herbst der Reformen - zum Pharmadialog lud, war die Erwartung auch in der Pharmabranche groß. Im Koalitionsvertrag war die Rede von der Pharmabranche als Leitindustrie. Deutschland sollte wieder attraktiver Forschungsstandort werden, die Versorgung mit Arzneimitteln verlässlicher.

Dorothee Brakmann


Prof. Josef Hecken

Änderungsvorschläge der Bundesländer zum KHAG inakzeptabel

Sind die Änderungsvorschläge der Bundesländer an der Krankenhausreform geeignet, die Versorgung zukunftsfest zu machen? Aus meiner Sicht: nein, ganz im Gegenteil. Die vom Bund angestrebten Strukturreformen sind dringend notwendig, und grundsätzlich sind wir hier bisher auch auf dem richtigen Weg.

Prof. Josef Hecken


Matthias Mieves MdB

Medizinal-Cannabisgesetz: Pauschale Verbote sind der falsche Weg

Wenn wir über Medizinal-Cannabis sprechen, sprechen wir nicht über ein Randthema der Gesundheitspolitik. Wir sprechen über Menschen, deren Alltag von schweren und chronischen Erkrankungen geprägt ist. Für sie ist Medizinal-Cannabis kein politisches Schlagwort, sondern Teil ihrer medizinischen Realität.

Matthias Mieves MdB


Dr. Robert Paquet

Nina Warken wartet auf ein Wunder

Bei der Blockade des Befugniserweiterungsgesetzes (BEEP) im Bundesrat ging es ausschließlich um das „kleine Sparpaket“ für die GKV. Und dabei wiederum allein um die Klinik-Finanzierung.  Die Länder wollten einen weiteren Schritt zur Aufweichung der Krankenhausreform. Die SPD, die den ganzen Vorgang orchestriert hatte, wollte eine erneute Demütigung der Gesundheitsministerin. Nina Warken steht jetzt ziemlich allein vor gewaltigen Aufgaben.

Dr. Robert Paquet


Victor Geus

Präventionspotenzial konsequent nutzen

Die von Gesundheitsministerin Nina Warken vorgeschlagene Apothekenreform ist ein wichtiges Signal für die Stärkung von Prävention in unserem Gesundheitssystem. Damit dieses Potenzial gehoben werden kann, ist die Befähigung, die eigene Gesundheit selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu fördern, essenziell – beispielsweise durch tägliche Pflegeroutinen, Selbstmedikation oder die Wahrnehmung neuer präventiver Angebote.

Victor Geus

Dr. Dominik von Stillfried

Digital vor ambulant vor stationär

Die „Patient Journey“ startet immer häufiger auf der heimischen Couch, mit dem Smartphone in der Hand. Krankenkassen und Gesundheitspolitik wollen das fördern. Sie knüpfen daran hohe Erwartungen für eine bessere Steuerung der Inanspruchnahme.

Dr. Dominik von Stillfried

Dr. Andrej Rasch

Eisberg voraus!

Der Kurs von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Versorgung mit einem neuen Arzneimittel ist lang und führt am Ende durch das AMNOG-Verfahren. Abrupte Kurswechsel erschweren schon länger die Navigation.  Seit dem Jahresbeginn gibt es nun eine neue Entwicklung: Die Zielvorgaben werden unmittelbar zum Verfahrensbeginn geändert, jedoch nicht an die pharmazeutischen Unternehmen übermittelt. Etwas mehr Verlässlichkeit und bessere Kommunikation könnten hier Abhilfe schaffen.

Dr. Andrej Rasch