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Kommentare

Erich Irlstorfer MdB

Die Mammutaufgabe „Pflegereform” wird uns noch länger begleiten

Die Langzeitauswirkungen einer Corona-Infektion auf die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen ist ein „schlafender Gigant“. Aktuell kämpfen wir noch primär mit den direkten Folgen, aber spätestens nach dem Erreichen der Herdenimmunität durch eine entsprechende Anzahl an Corona-Schutzimpfungen wird uns bewusst werden, wie weitreichend und tiefgreifend die gesundheitlichen Auswirkungen sind. Schon jetzt haben schätzungsweise zehn Prozent der Betroffenen mit Folgeschäden zu kämpfen. Dazu zählen Antriebslosigkeit, kognitive Symptome und Luftnot.

Erich Irlstorfer


Dr. Kai Joachimsen

Lebenslänglich eingepreist – Wildwuchs in der Arzneimittelregulierung

Die Gesetzgebung zum Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz, kurz GVWG, geht in die letzte Runde. Ein großes Omnibusgesetz mit einem bunten Strauß an Themen, die noch in den letzten Monaten der aktuellen Legislaturperiode geregelt werden sollen. Mitten unter ihnen hat sich – überwiegend ohne laute Empörung – im SGB V ein neues Instrument zur Arzneimittelpreisregulierung „eingeschlichen“. Dieses betrifft nunmehr den Post-AMNOG-Markt, d.h. neue Arzneimittel mit ehemals AMNOG-geregelten Wirkstoffen ohne Unterlagen-und Patentschutz.

Dr. Kai Joachimsen

Dr. Anna-Maija Mertens

Das Lobbyregister kommt – kann aber nur ein erster Schritt sein

In den vergangenen Wochen sind viele konkrete Fälle bekannt geworden, in welchen einzelne Abgeordnete auf Bundes- oder Landesebene für die Vermittlung von Maskengeschäften hohe Provisionen erhalten haben sollen. Die Zahlungen in Höhe von bis zu mehreren hunderttausend Euros erfolgten mit dem Ziel, dass die Abgeordneten einen direkten Zugang zur Exekutive öffnen und bei den Entscheidungsträgern für die Produkte werben sollten.

Dr. Anna-Maija Mertens

Dietrich Monstadt MdB

DMP Adipositas darf nur der Anfang sein

Am 26. September 2021 wird ein neuer Bundestag gewählt. Anlass für den Observer Gesundheit, bei den Gesundheitspolitikern nachzufragen, was für sie im Mittelpunkt in der kommenden Legislaturperiode stehen sollte. Heute: der CDU-Politiker Dietrich Monstadt MdB, Berichterstatter u.a. für Diabetes und Adipositas der CDU/CSU-Fraktion.

Dietrich Monstadt


Alexander Krauß MdB

Ein Paradigmenwechsel ist notwendig

Am 26. September 2021 wird ein neuer Bundestag gewählt. Anlass für den Observer Gesundheit, bei den Gesundheitspolitikern nachzufragen, was für sie im Mittelpunkt in der kommenden Legislaturperiode stehen sollte. In loser Reihenfolge berichten die Abgeordneten mit Schwerpunkt Gesundheitspolitik, was für sie in der kommenden Wahlperiode auf der Agenda steht. Den Anfang macht Alexander Krauß MdB, CDU/CSU, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit.

Alexander Krauß


Thomas Meißner

Pflegekammer: Warum die Selbstbestimmung entscheidend ist

In einer Zeit, wo sich das Inkrafttreten des ersten Lockdowns jährt, bestimmt ein Wort die öffentliche Diskussion, egal in welchem Kontext. Es ist das Wort „systemrelevant“. Dieses Wort, mit einer Berufsgruppe in Verbindung gebracht, lässt nicht zuerst die Frage zu, ob dies richtig ist. Es ist vielmehr die Frage, ob andere Berufsgruppen unbedingt mit diesem Wort in Verbindung gebracht werden müssen. Werden mit diesem Wort also Bevorzugung, Privilegierung, vielleicht sogar Neid oder Macht in Verbindung gebracht?

Thomas Meißner


Ariadne Sartorius

Kinder, Jugendliche und Corona – ein heißes Eisen

Inzwischen ist klar, was absehbar war: Mit dem zweiten, dieses Mal viel längeren Lockdown zeigen sich zunehmend die Belastungen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie. War es im ersten Lockdown vielleicht für den einen oder anderen noch etwas Neues und zu Entdeckendes, Freunde nunmehr über „Housepartys“ zu treffen, morgens auszuschlafen und auszuprobieren, wie weit selbstorganisatorische Fähigkeiten ausgeprägt sind – und sollten sie das nicht sein, dadurch nicht mit schlechteren Noten bedacht zu werden –, ist die Situation in diesem zweiten Lockdown erheblich problematischer.

Ariadne Sartorius


Dr. Gerd Müller MdB

Zukunftsfragen der Menschheit grün, gerecht und solidarisch gestalten

Das Coronavirus hat sich in kürzester Zeit über alle Kontinente in nahezu allen Ländern verbreitet. Diese schwere Infektionskrankheit löste eine globale Gesundheitskrise aus mit mehr als 116 Millionen bestätigten Infektionen und über 2,5 Millionen Todesfällen. In Höchstgeschwindigkeit auch ist diese Gesundheitskrise zu einer Polypandemie herangewachsen – einer Mehrfachkrise, die weltweit Gesundheit, wirtschaftliche Entwicklung, Stabilität und Frieden gefährdet, bereits bestehende Herausforderungen und Ungleichheiten verstärkt und viele Entwicklungsfortschritte der vergangenen Jahre zunichtemacht. Daher ist es höchste Zeit, Konsequenzen aus der Krise zu ziehen, für den Weg aus der globalen Jahrhundertkrise zu lernen und künftigen Pandemien vorzubeugen.

Dr. Gerd Müller


Dr. Christina Tophoven

Corona-Pandemie bringt mehr Defizite ans Licht, als manchem lieb ist

Angst vor einer schweren Infektion, finanzielle Nöte, kaum Kontakte oder Austausch – die notwendigen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie können auf die Dauer psychisch krank machen. Hinzu kommt ein politisches Krisenmanagement, das viele Fragen unbeantwortet lässt: Warum kamen Maskenpflicht und eine differenzierte Teststrategie nicht viel früher? Warum gab es nicht spätestens seit dem Sommer 2020 Hygienekonzepte für Kitas und Schulen? Warum nicht für Pflegeheime? Warum hinkt Deutschland beim Impfen so hinterher? Von der Hochleistungsmedizin abgesehen, kommen wir gar nicht gut durch die Pandemie. Jens Spahn ahnte das schon im Frühjahr 2020: „Wir werden viel verzeihen müssen.“ Inzwischen ist vor allem klar: Wir werden ihm viel verzeihen müssen.

Dr. Christina Tophoven


Dr. Norbert Gerbsch

Bewährte Wirkstoffe – Fundament der Arzneimittelversorgung in Gefahr?

Keine Frage, patentgeschützte innovative Wirkstoffe sind für den therapeutischen Fortschritt unerlässlich. Die Grundversorgung sichern Arzneimittel mit bewährten Wirkstoffen, die fast nie unter Patent stehen: Auf sie entfallen fast 95 % der Verordnungen und rund 50 % der Umsätze mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.[1]  In der Regel handelt es sich damit um besonders preisgünstige Arzneimittel.

Dr. Norbert Gerbsch

Anja Karliczek MdB

Mit gezielter Forschungsförderung für eine bessere Medizin von morgen

Der erste in der Europäischen Union zugelassene Impfstoff ist in Deutschland entwickelt worden – in sensationeller Geschwindigkeit. Er gibt uns die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie. Ein solcher medizinischer Fortschritt erfordert einen langen Atem. Er erfordert exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Weitblick, Mut und Kreativität zu neuen Herangehensweisen an altbekannte Probleme. Und nicht zuletzt erfordert er die finanziellen Mittel für den langen Weg von der Theorie über Versuch und Irrtum im Labor bis hin zur wissenschaftlichen Lösung und schließlich zum Medikament, zur Therapie. Dieser Weg ist meistens holprig und hat viele Biegungen und Wendungen. Nicht selten konzentrieren sich Forschende bei ihrer Arbeit auf eine Krankheit, um am Ende einen Durchbruch bei einer ganz anderen Krankheit zu erwirken. Genauso war es auch bei BioNTech. Viele Jahre hatte das Mainzer Team an einer Krebsimmuntherapie geforscht und dazu eine biologische Plattformtechnologie entwickelt. Genau diese Technologie konnte jetzt für den Impfstoff gegen Covid-19 genutzt werden.

Anja Karliczek

Theresa Willem

Gesundheitsämter sehnen sich nach digitalen Lösungen

Während sich die politische Klasse auf Clubhouse tummelt, wird in Gesundheitsämtern fleißig gefaxt. Ein verheerendes so wie falsches Bild von einer Bereitschaft zum Wandel. Viele Gesundheitsämter sehnen sich nach Digitalisierung, wobei Zurückhaltung und Vorbehalte vielmehr Ausdruck eines kulturellen Bruchs sind.

Theresa Willem