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Kommentare

Nils Dehne

Auf dem Weg in eine neue Welt

Die Wortmeldungen zu unserem im September 2020 gestarteten Diskurs gehen weiter. Nils Dehne, Geschäftsführer Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser e. V. (AKG), der sich bereits Anfang Februar zu dem Thema geäußert hat, beschreibt den aus seiner Sicht zu gehenden Weg, um die Vision einer regional organisierten Versorgung realistisch werden zu lassen. Wir laden gern weitere Autorinnen und Autoren ein, sich an diesem Diskurs über die anzustrebende Struktur des Gesundheitswesens auf unserer Plattform zu beteiligen.

Nils Dehne


Thomas Meißner

Fast ein Jahr Corona – Erfahrungen und Anmerkungen der ambulanten Pflege

Die Corona-Pandemie hat die ambulante Pflege auch mit der 2. Welle voll im Griff. Auch wenn jetzt mehr Routine eingekehrt ist und einiges sich eingespielt hat. Viele Fragen stellen sich im Nachhinein. Was hat Corona mit der ambulanten Versorgung gemacht? Was wurde durch die Pandemie mehr als deutlich, woran wir arbeiten müssen? Welche Defizite waren spürbar? Was bedeutet der Virus für die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Haben wir etwas aus dieser Krise gelernt? Es geht vor allem um die Frage nach den Strukturen. Waren und sind wir künftig auf solche Krisenfälle, wie wir sie mit der Corona-Pandemie haben, vorbereitet? Vor allem hierauf soll eine Antwort gegeben werden. Denn nur dann, wenn alle an einem Strang ziehen, können Krisen bewältigt werden. Gerade hier gab es ein großes Manko.

Thomas Meißner

Dr. Robert Paquet

Politische Indienstnahme

Die Krankenkassen-Werbemaßnahmen-Verordnung (KKWerbeV) scheitert an den falschen Interessen. Das BMG wird den im Dezember vorgelegten Entwurf aus Angst vor dem Bundesrat und den mächtigen Sportverbänden liegenlassen. Dabei hätte es genügend gute Gründe für eine scharfe Kritik gegeben. Jetzt wird das Vorhaben aber ausgerechnet wegen der einzigen vernünftigen Neuregelung ausgesetzt: Die Krankenkassen sollen weiterhin den Spitzen- und Profisport mit Geldern für Trikot- und Bandenwerbung unterstützen. Dabei machen sich die Länder bei der Förderung des Breitensports einen schlanken Fuß. Der Vorgang zeigt – in a nutshell –, was der Wettbewerb der Kassen für die Gesundheitspolitik noch bedeutet.

Dr. Robert Paquet

Renate Künast MdB

Sterbehilfe: Die Selbstbestimmung muss gesichert sein

Das Bundesverfassungsgericht hat 2020 ein grundlegendes Urteil zur Sterbehilfe gefällt. Es spricht jedem das Recht zu, über seinen Tod selbst zu bestimmen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält aber wie vor dem Gerichtsbeschluss bereits an seiner Anweisung an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) fest, Anträge von Suizidwilligen abzulehnen. Bundestagsabgeordnete von SPD, FDP und Linke sowie die Grünen-Politikerinnen Renate Künast und Katja Keul haben nun zwei Gesetzesentwürfe zur Neuregelung der Sterbehilfe erarbeitet. Im Bundesgesundheitsministerium wiederum ist dazu ein Arbeitsentwurf erstellt worden. Grundlage sind nach Aussage des Sprechers Stellungnahmen von verschiedenen Organisationen zu dieser Thematik. Man wolle auf „die absehbare Diskussion“ vorbereitet sein. Renate Künast nimmt hier zu ihrem Gesetzentwurf Stellung.

Renate Künast


Dr. Andreas W. Schneider

Plädoyer für die belegärztliche Versorgung

Die zunehmende Inanspruchnahme des Gesundheitssystems, komplexere Krankheitsbilder im demographischem Wandel und die sich dabei abzeichnende Verknappung der Ressourcen in einer sich stetig weiterentwickelnden Medizin haben in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder zu Versuchen des Gesetzgebers geführt, dem zunehmend unkontrollierten Wachstum Einhalt zu gebieten. Als kostentreibend wurde dabei u.a. die Sektorengrenze mit der Vorhaltung der doppelten Facharztschiene identifiziert und der fehlende Anreiz, mehr ambulant, statt stationär zu therapieren. Belegarztersetzende Vertragsstrukturen erreichten jedoch dabei nie einen signifikanten Versorgungsanteil. Immer noch werden Belegärzte stiefmütterlich behandelt. Zu Unrecht.

Dr. Andreas W. Schneider


Uwe Klemens

Reformbedarf in der Finanzierung der Pflegeversicherung

Wie wichtig uns die Pflege sein sollte, zeigt ein Blick auf die aktuellen Zahlen: 2020 waren mehr als 4,2 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Ein Viertel davon wird in stationären Einrichtungen gepflegt. Trotz zahlreicher Reformen in der Vergangenheit gibt es weiter politischen Handlungsdruck. Zum einen geht es um die zunehmende Kostenbelastung der Pflegebedürftigen durch steigende Eigenanteile – ein Problem, auf das nicht zuletzt die Ersatzkassen seit Jahren aufmerksam machen. Zum anderen geht es um die zukunftsfeste Finanzierung der Pflegeversicherung als Säule der sozialen Sicherungssysteme.

Uwe Klemens


Matthias Mohrmann

Unser Gesundheitssystem: Muss alles anders werden, damit es besser wird?

Wenn es um die Entwicklungsperspektiven unseres Gesundheitssystems geht, klingt ein typischer Einstieg etwa so: „Wir haben ein gutes Gesundheitssystem, aber…“ Dann folgt gewöhnlich eine Aufzählung der Defizite, und jedem ist klar, dass die Betonung auf den Mängeln liegt. Ich möchte diese Aussage einmal umdrehen: „Wir haben sicher einige Schwächen in unserem Gesundheitssystem, aber es ist dem Grunde nach gut.“

Matthias Mohrmann


Gabriele Regina Overwiening

Von Apothekern lernen…

Am 28. April 2020 berichtete die „Tagesschau“ darüber, dass während der ersten Pandemiewelle nur 30 der ca. 19.000 Apotheken in Deutschland wegen Infektions(verdachts)fällen vorübergehend geschlossen waren. Anmoderiert wurde der Beitrag vom Sprecher mit den markigen Worten: „Von Apotheken lernen, heißt siegen lernen“. Dem einen oder anderen Betrachter mag diese Feststellung vielleicht etwas zu weit gehen, aber sie war Ausdruck der Anerkennung, dass die „Systemverfügbarkeit“ in der Arzneimittelversorgung selbst in der Hochphase der Pandemie bei über 99,8 Prozent lag.

Gabriele Regina Overwiening


Nathalja Nolen
Patrick Stockebrandt
Dr. Stephan Balling

Wie Corona-Warn-Apps Leben retten – und warum sie verpflichtend sein sollten

Nicht der Lockdown ist der schlimmste Feind der Wirtschaft, sondern der Krankheitserreger. Das betont nicht nur Ifo-Präsident Clemens Fuest. Das zeigt auch ein Blick auf viele asiatische Länder, denen es gelungen ist, die Verbreitung des Virus besser einzudämmen – und damit die Folgeschäden für die Wirtschaft zu minimieren.

Nathalja Nolen, Patrick Stockebrandt, Dr. Stephan Balling


Nils Dehne

Wie eine gutmütige Utopie einer fernen Welt

„Integrierte Versorgung als regionale Regelversorgung“. Unter diesem Titel sind Beiträge von Dr. Helmut Hildebrandt und Dr. Robert Paquet auf unserer Plattform erschienen. Im nachfolgenden Kommentar widmet sich Nils Dehne, Geschäftsführer Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser e. V. (AKG), den Anforderungen an eine regionalisierte, sektorübergreifende Gesundheitsversorgung. Anfang der kommenden Woche folgt zu dieser Thematik ein Kommentar von Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg. Wir laden gern weitere Autorinnen und Autoren ein, sich an diesem Diskurs zu beteiligen.

Nils Dehne

Prof. Dr. Claudia Schmidtke MdB

UPD muss eine nachhaltige Organisationsform werden

Eine unabhängige Verbraucher- und Patientenberatung (UPD) ist unverzichtbarer Bestandteil eines patientenorientieren Gesundheitssystems: Ein qualifiziertes, unabhängiges und neutrales Beratungsangebot zu gesundheitsrechtlichen und medizinischen Fragen fördert die Gesundheitskompetenz und unterstützt Patientinnen und Patienten darin, ihre Interessen selbstbestimmt wahrzunehmen und gut informiert Entscheidungen über die eigene Gesundheit zu treffen.

Prof. Dr. Claudia Schmidtke

Dr. Wolfgang Eßer

Die vertragszahnärztliche Versorgung in Pandemie-Zeiten

Die Corona-Pandemie hält Deutschland auch zu Beginn des Jahres 2021 weiter im Klammergriff. Ihre Auswirkungen beeinflussen seit Monaten auch massiv die Arbeitsbedingungen von Zahnarztpraxen und deren Teams. Aber, wie es Bundespräsident Steinmeier kürzlich in einer Ansprache formulierte: „Das lang ersehnte Licht am Ende des Tunnels wird heller.“ Erste Vakzine sind zugelassen, in Deutschland wird seit einigen Wochen gegen das Virus geimpft. Entsprechend der Impfverordnung und auf Grundlage der Empfehlung der Ständigen Impfkommission wurden Zahnärztinnen, Zahnärzte und ihre Mitarbeiter grundsätzlich in die Prioritätengruppe mit hohem Expositionsrisiko (Stufe 2) eingeordnet, gleichauf mit niedergelassenen Ärzten.

Dr. Wolfgang Eßer