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Kommentare

Dr. jur. Sebastian Bretthauer
Prof. Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann

Wer wagt, gewinnt: Die Bürger

2023 stehen die nächsten Sozialwahlen an. Sie sind – was viele nicht wissen – in Deutschland nach der Bundestags- und Europawahl die Wahl mit den drittmeisten Wahlberechtigten. Ihre Bedeutung wird gleichfalls unterschätzt: Mit ihr bestimmen Versicherte und Arbeitgeber alle sechs Jahre, wer für sie bei den Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen in der Selbstverwaltung mitwirkt.[1] Wesentliche Entscheidungen in den sozialen Sicherungssystemen werden so durch die Versicherten und Arbeitgeber mitbestimmbar.

Dr. jur. Sebastian Bretthauer, Prof. Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann


Dr. Bettina Bauer

Gemeinsam optimale Rahmenbedingungen für Zelltherapien entwickeln

Sprunginnovationen sind ein Teil von Gileads DNA. Wir entwickeln innovative Therapien für lebensbedrohliche Krankheiten mit dem Ziel, Patientinnen und Patienten zu heilen. Gilead ist im Bereich der Onkologie durch unser Unternehmen Kite ein Vorreiter in der Entwicklung der CAR-T-Zelltherapie. Die zugelassenen CAR-T-Zelltherapien adressieren bestimmte Formen der Leukämie bei Patientinnen und Patienten, denen nur noch wenige kurative Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen und die oft nur noch eine Lebenserwartung von einigen Monaten haben. CAR-T-Zelltherapien decken damit einen hohen medizinischen Bedarf.

Dr. Bettina Bauer

Hans Peter Wollseifer

Keine Eingriffe in das austarierte System demokratischer Strukturen!

Das Gesundheitswesen ist ein sensibler Bereich – auf der einen Seite ein wichtiger und hart umkämpfter Wirtschaftsbereich, auf der anderen Seite ein das Sozialgefüge der Bundesrepublik maßgeblich stabilisierender Faktor. Unser Gesundheitssystem gehört zu den besten der Welt. Umso vorsichtiger sollte man dabei sein, in ein solch austariertes System demokratischer Strukturen einzugreifen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies meist in nichts Gutem endet! Doch genau dies tut die Bundesregierung.

Hans Peter Wollseifer

apple-coffee-cup1-5199

Evidenzbasierte Medizin als Spielball der Politik: Die Endrunde

Die Bewertung von Innovationen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) scheint schicksalhaft mit dem Thema Fettabsaugung (Liposuktion bei Lipödem) verknüpft zu sein. Am selben Tag, an dem der G-BA die vom Ministerium gewünschte Einführung der Liposuktion im Plenum beschlossen hat, wurden die Änderungsanträge der Regierungsfraktionen zum Implantateregister-Errichtungsgesetz (EIRD) bekannt, die am 26.09.2019 in zweiter und dritter Lesung im Deutschen Bundestag beraten werden sollen.

Sven Wunderlich


Dr. Bettina Hoffmann MdB

Unser Wasser darf kein Chemikaliencocktail werden!

Wasser ist unser Lebenselixier und wichtigstes Lebensmittel. In Deutschland scheint es selbstverständlich, dass sauberes Trinkwasser aus der Leitung kommt. Das ist es aber nicht.

Dr. Bettina Hoffmann


Dr. med. Axel Schroeder

Intersektorale Leistungen: Konzept einer sektorenübergreifenden Versorgung

Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sieht grundlegende Änderungen an der Schnittstelle ambulant/stationär vor. Erste Eckpunkte der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „sektorenübergreifende Versorgung“ machen deutlich, dass der Versorgungsauftrag für Krankenhäuser ausgeweitet werden und die Versorgung patientenzentrierter erfolgen soll. Die historisch gewachsene starre institutionelle Trennung von ambulanter und stationärer Leistungserbringung muss im Sinne der Patienten überwunden werden.

Dr. med. Axel Schroeder


Iris Plöger

KI gemeinsam mit Leben füllen

Die Künstliche Intelligenz (KI) bietet für die Gesundheitsversorgung vielfach beschriebene Möglichkeiten. Es wird Zeit, den Begriff mit Leben zu füllen. Dafür braucht es eine konstruktive Diskussion der ethischen Dimension und die richtigen regulatorischen Entscheidungen.

Iris Plöger


Georg Baum

Wieder der Pranger? – Wider den Pranger!

Wo beginnt Verantwortung? Diese Frage stellt sich in Zeiten moderner Medien immer öfter, und ihre Beantwortung wird immer schwieriger. Wenn ein Tweet dazu führt, dass es einen Shitstorm gegen andere gibt, ist dann der Verfasser verantwortlich? Wenn ein Facebook-Eintrag dazu führt, dass Menschen in den Kommentaren beleidigt werden, sind dann die Kommentierenden verantwortlich? Oder gibt es eine mittelbare Verantwortung? Eine mittelbare Verantwortlichkeit, derer man sich auch nicht entziehen kann. In der Schule haben wir alle einmal den Zauberlehrling auswendig lernen müssen oder auch dürfen. „Die ich rief, die Geister werd’ ich nun nicht los.“ Wir sollten uns also genau überlegen, welche Zaubersprüche wir sprechen und wie wir mit den Ergebnissen und Folgen umgehen.

Georg Baum


Erwin Rüddel MdB

Eine neue Krankenhausplanung ist nötig – gleichzeitig müssen Strukturen im ländlichen Raum erhalten bleiben

Seit Jahren gibt es mit Blick auf unsere Krankenhäuser deutliche Fehlentwicklungen. Hauptgrund ist die permanente Unterfinanzierung der notwendigen Investitionen seitens der Bundesländer, aber auch falsche Anreize im Gesundheitssystem und mangelnde Planungskompetenzen der Länder tragen zu diesem Sachverhalt bei. Die Investitionsförderung kann nicht losgelöst von der Krankenhausplanung betrachtet werden. Ein Vorschlag zur strukturellen Verbesserung der bisherigen Finanzierung von Krankenhausinvestitionen muss sich deshalb zwingend auch mit der Krankenhausplanung befassen.

Erwin Rüddel


Maria Klein-Schmeink MdB

Einheitliche Kassenaufsicht – aber nicht allein in der Zuständigkeit des Bundesversicherungsamtes

Die Selbstverwaltung ist ein charakteristisches Element des deutschen Gesundheitswesens, das sich u.a. auch dadurch von staatlichen, steuerfinanzierten Systemen unterscheidet. Dieses Prinzip hat sich im Grunde bewährt, ist inzwischen jedoch reif für eine Modernisierung. So brauchen wir über den Ausgleich von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen hinaus eine viel stärkere Patientenorientierung und -beteiligung. Zudem müssen die interprofessionellen Ansätze über alle Berufsgruppen hinweg, die sektorübergreifende, regionalverankerte Versorgung und die Geschlechtergerechtigkeit in den Gremien der Selbstverwaltung abgebildet werden.

Maria Klein-Schmeink

Thomas Bublitz

Hilfe für die medizinische Reha in Sicht?

Beste Freunde waren die Gesundheitspolitik und die Rehabilitation nie. Der Schock, den Seehofers Wachstumsförderungsgesetz Ende der neunziger Jahre verursachte, sitzt noch immer tief. Von jetzt auf gleich hatte der Gesetzgeber die Grundlagen der medizinischen Rehabilitation auf den Kopf gestellt. Nun verspricht der Entwurf eines Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz (RISG) endlich Verbesserungen für Patienten und Reha-Einrichtungen.

Thomas Bublitz

Dr. med. Christian Messer

Eine Täuschung der Patienten

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) beschäftigt sich bereits seit 2015 ausführlich mit der Reform der Psychotherapeutenausbildung. Kritisch wird zur Kenntnis genommen, dass der Gesetzgeber und die Psychologie als Wissenschaft die notwendige Reform dazu nutzen, um ein eigenständiges psychologisches Berufsbild unter der für Patienten und die Ärzteschaft irreführenden Bezeichnung „Psychotherapeut“ aufzusetzen. Das Reformvorhaben ist durch den Koalitionsvertrag der Bundesregierung in mehrfacher Hinsicht nicht gedeckt: weder als Strukturreform, noch als Ausbildungsreform mit dem Ziel einer sogenannten „Direktausbildung“. Die geplante zweistufige Ausbildung ist weder eine Direktausbildung, noch ist sie mit einem Direktstudium zum Arzt vergleichbar; die Ausbildung führt zu keiner seriösen Approbation oder gar einer Ausbildung zur Psychotherapeutin oder zum Psychotherapeuten.

Dr. med. Christian Messer