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Management

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Witold Polanski

Management / Wissenschaft: Entlastung beginnt vor dem Patientenkontakt

Videosprechstunden erzeugen mehr Kontakte statt weniger, auch in der Notaufnahme: In der Studie von Lekwijit et al. stiegen nach ihrer Einführung in einem großen US-Versorgungsverbund die Arztkontakte um 28 Prozent und die Notaufnahmebesuche um 30 Prozent (1). Eine randomisierte Studie des Universitätsklinikums Dresden, Mitte Oktober in NEJM AI erschienen, hat einen anderen Hebel geprüft: Patient:innen, die ihren Befund vor dem Termin in verständlicher Sprache gelesen haben, müssen sich im Gespräch nicht mehr erklären lassen, was darin steht, und können gleich über die Behandlung sprechen [2]. Die Gespräche wurden kürzer und zugleich besser bewertet. Für die Debatte um die Notaufnahmen verschiebt das die Frage: nicht, wie Patient:innen schneller ins System kommen, sondern was sie wissen, wenn sie kommen.

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Witold Polanski

Corinna Lutz

Management / Trends: Vom Regulierungsanspruch zur Versorgungsrealität

Der Europäische Gesundheitsdatenraum ist beschlossen, jetzt beginnt die Umsetzung. Besonders umfangreich ist die Aufgabe für Krankenhäuser, Klinikverbünde und regionale Gesundheitsnetze, sogenannte Health Information Exchanges (HIE), denn sie sind von allen sechs Prioritätskategorien betroffen. Der Beitrag skizziert eine EHDS-Roadmap entlang der gesetzlichen Meilensteine und zeigt, wie sich dieses Vorgehen auch auf Krankenkassen, Praxen, Apotheken und weitere Datenhalter übertragen lässt.

Corinna Lutz

Dr. Michael Müller © axentis.de/ Lopata
© axentis.de/ Lopata

Management / Trends: GOÄ-Reform um jeden Preis: auch eine Frage der Gerechtigkeit

Gelingt dieser GOÄ-Reform der innerärztliche Interessenausgleich und die Balance zwischen Versicherten, Ärzteschaft, PKV-Versicherungen und Beihilfe? Seit dem letzten Beitrag des Autors vom April 2026 gibt es neue Entwicklungen, die einzuordnen sind.

Dr. Michael Müller

Dr. Meike Appelrath

Management / Trends: Zytostatika-Ausschreibungen: Wenn aus Sparpolitik ungewollte Strukturreform wird

Per Änderungsantrag zur Reform der Notfallversorgung haben Union und SPD apothekenbezogene Ausschreibungen für patientenindividuelle Krebsmedikamente wieder in die gesundheitspolitische Regulierung gebracht. Das soll Wirtschaftlichkeitsreserven heben. Doch die entscheidende Frage ist: Was passiert mit der Versorgung, wenn aus Preiswettbewerb ein Verdrängungswettbewerb wird?

Dr. Meike Appelrath


Hans Hirsch

Management / Trends: Vom JCA zum AMNOG

Mit Tovorafenib wird aus EU-HTA erstmals gelebte Market-Access-Praxis. Nach dem ersten Joint Clinical Assessment (JCA), der gemeinsamen klinischen Bewertung auf EU-Ebene, liegen inzwischen auch das deutsche AMNOG-Dossier und die erste nationale Nutzenbewertung vor. Damit lässt sich erstmals konkret nachvollziehen, wo der JCA Synergien schafft, wo Deutschland weiterhin seinen eigenen Bewertungsmaßstäben folgt und was sich dadurch für die Hersteller verändert.

Hans Hirsch


 © Artemed Krankenhaus Düren
© Artemed Krankenhaus Düren

Management / Trends: Führung im Gesundheitswesen neu denken

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Personalmangel, demografische Entwicklung, steigende Komplexität der Patientenversorgung, Digitalisierung und zunehmende wirtschaftliche Zwänge stellen Krankenhäuser und ambulante Einrichtungen täglich vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst die Erwartung an eine qualitativ hochwertige und sichere Patientenversorgung.

Prof. Dr. med. Stefan Schröder


Elena Bickert

Management / Trends: Was bleibt von der Krankenhausrechnungsprüfung im Zeitalter der KI?

Seit Jahrzehnten wird über die Krankenhausrechnungsprüfung nahezu ausschließlich unter den Gesichtspunkten von Rückforderungen, Prüfquoten, Bürokratiekosten und Misstrauen zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern diskutiert. Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat diese Debatte neue Aktualität erhalten.

Elena Bickert


Management / Wissenschaft: Entlasten Videosprechstunden die Versorgung?

Eine großangelegte amerikanische Studie von Lekwijit, Song, Terwiesch und Chaiyachati [1] mit mehr als 1,5 Millionen dokumentierten Patientenkontakten untersucht eine Frage, die auch für die deutsche Gesundheitspolitik von hoher Relevanz ist: Entlasten Videosprechstunden die ambulante Versorgung, indem sie persönliche Arztbesuche ersetzen, oder erzeugen sie zusätzliche Nachfrage? Die Ergebnisse fallen ernüchternd aus.


Dr. Antje Behring

Management / Trends: Déjà-vu der Nutzenbewertung

Manchmal wiederholen sich die Zeiten doch. Am 4. Oktober 2011 veröffentlichte der G-BA die erste Dossierbewertung im damals neuen AMNOG-Verfahren: Ticagrelor. Die deutsche Arzneimittelwelt starrte damals auf eine Website, die bis dahin vermutlich nicht zu den meistbesuchten Orten des Internets gehörte. Schon am frühen Morgen gingen die ersten Anfragen ein. [1]

Dr. Antje Behring


Hans Hirsch

Management / Trends: Zwischen Zeitgewinn und Zusatznutzen

Die Verfahren zu den Alzheimer-Wirkstoffen Lecanemab und Donanemab zeigen exemplarisch, woran Market-Access-Strategien bei innovativen Wirkmechanismen scheitern können: nicht erst im Dossier, sondern bereits in der Übersetzung klinischer Evidenz in den deutschen Bewertungsrahmen. Für Market-Access-Verantwortliche sind die Fälle deshalb besonders relevant, weil sie zeigen, wie eng Population, Vergleichstherapie, Endpunkte und Sicherheitsprofil zusammengedacht werden müssen.

Hans Hirsch

Dr. Katja Gehrke

Management / Trends: Das FDZ-Gesundheit im Methodenmix der Versorgungsforschung

Wer glaubt, mit dem Live-Gang des Forschungsdatenzentrums (FDZ) Gesundheit gibt es nunmehr für jeden einen einfachen und explorativ nutzbaren Zugang zu pseudonymisierten Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung, der irrt.

Dr. Katja Gehrke