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Politische Analysen

Dr. Robert Paquet © Foto: Cordia Schlegelmilch, © Robert Paquet
© Foto: Cordia Schlegelmilch, © Robert Paquet

Krankenkassen: zu viele und zu teuer?

Inzwischen kommt die Kritik an der Zahl der Krankenkassen mit einer gewissen Regelmäßigkeit in der Öffentlichkeit. Manche Politiker geben (immer wieder) den Anstoß. Andere werden gefragt und müssen Stellung nehmen. Auch die Kassen und ihre Vorstände äußern sich. Die aktuelle Debatte um das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz bietet einmal mehr den Anlass.

Dr. Robert Paquet


Dr. rer. pol. Andreas Jäcker

Eine nicht begründungspflichtige Selbstverständlichkeit?

Der neue „Kassenschlager“ in der gesundheitspolitischen Debatte ist das Konzept der einnahmenorientierten Ausgabenpolitik. „Wir können schlicht nicht mehr Geld ausgeben, als wir einnehmen" lautet die eingängige Begründung von Gesundheitsministerin Nina Warken, warum dieses Konzept die Basis des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes ist. Aber ist eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik tatsächlich so selbstverständlich, dass sie keiner tieferen Begründung bedarf?

Dr. rer. pol. Andreas Jäcker

Dr. Matthias Gruhl

Feinschliff täte gut – Schwachstellen sind noch zu bereinigen

Nach mehrmonatiger Verzögerung hat die neue Version des Gesetzentwurfs zur Reform der Notfallversorgung mit dem Kabinettsbeschluss vom 22. April die erste Hürde genommen. Damit ist der Stand aus der letzten Legislaturperiode noch nicht getoppt, aber immerhin…

Dr. Matthias Gruhl

Dr. Michael Müller © axentis.de/ Lopata
© axentis.de/ Lopata

Eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Der Beitrag befasst sich mit der Entwicklung der GOÄ-Reform. Er leitet nach grundsätzlichen Überlegungen zu einer ärztlichen Gebührenordnung deutlichen Anpassungsbedarf am Konsensentwurf von Bundesärztekammer und PKV-Verband vor einer Übernahme in eine Rechtsverordnung ab.

Dr. Michael Müller


Dr. Christopher Hermann

Darf es noch ein wenig mehr sein?

Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) hat kurz vor Ostern vorgabegemäß geliefert. Am 30. März wurden ihre „Empfehlungen zur Stabilisierung des Beitragssatzes zur Gesetzlichen Krankenversicherung ab 2027“ offiziell als „Erster Bericht der FinanzKommission Gesundheit“ der Öffentlichkeit präsentiert.

Dr. Christopher Hermann


Dr. Andreas Meusch © Lopata/Axentis.de
© Lopata/Axentis.de

Narrative in der Gesundheitspolitik

„Kostenexplosion“, „Pflegenotstand“, „Systemversagen“ – gesundheitspolitische Reformen beginnen nicht mit Gesetzentwürfen, sondern mit Problemdefinitionen. Diese sind jedoch nicht neutral, sondern Ergebnis politischer Auseinandersetzungen, bei denen Narrative eine zentrale Rolle spielen.

Dr. Andreas Meusch


Johannes Wolff
Dr. Jürgen Malzahn

Ohne Kurswechsel keine Beitragssatzstabilität

Nach langem Ringen zwischen Bund und Ländern ist das Krankenhausreformanpassungsgesetz unter Dach und Fach, aber das Problem der mangelhaften Investitionskostenfinanzierung für die Kliniken bleibt nach wie vor ungelöst. Die Ausgaben im Krankenhausbereich laufen aus dem Ruder – und ihre Begrenzung ist ein wesentlicher Faktor für die Stabilisierung der GKV-Finanzen.

Johannes Wolff, Dr. Jürgen Malzahn


Sabine Rieser © lopata/axentis.de
© lopata/axentis.de

Reformen nur in Tippelschritten

Das Bundesgesundheitsministerium hat seit der Amtsübernahme durch Nina Warken Anfang Mai 2025 mehrere Reformen bei den Gesundheitsberufen in Angriff genommen und dabei auf Vorarbeiten der Ampelkoalition zurückgegriffen. Zwei Pflegeberufegesetze wurden verabschiedet, andere Gesetzesvorhaben begonnen.

Sabine Rieser


Dr. Robert Paquet © Foto: Cordia Schlegelmilch, © Robert Paquet
© Foto: Cordia Schlegelmilch, © Robert Paquet

Mehr Licht als Schatten

Nach wochenlanger Blockade wurde am 26. Februar der Knoten aufgelöst. Im Folgenden werden die wesentlichen Kompromisspunkte vorgestellt und kurz eingeordnet. Der ganze Prozess war in Stil und Tonfall natürlich durch die Vorgeschichte geprägt.

Dr. Robert Paquet


Christian Hilmer

Das AMNOG funktioniert – wenn man es lässt

Der Beitrag der drei Autorinnen vom GKV-Spitzenverband im Observer Gesundheit vom 23. Februar verdient Respekt für seine Detailtiefe – und scharfen Widerspruch in mehreren Kernpunkten. Denn, wer die öffentliche Debatte über das AMNOG mit selektiv aufbereiteten Zahlen führt und dabei die Schiedsstelle als institutionellen Sündenbock aufbaut, schadet dem System mehr als er es schützt.

Christian Hilmer

Dr. Anja Tebinka-Olbrich © GKV-Spitzenverband
© GKV-Spitzenverband
Dr. Antje Haas

Im Fokus: Kostentreiber neue Arzneimittel ohne Zusatznutzen

Die Ausgaben der Krankenkassen für neue Arzneimittel steigen zusammen mit den anderen großen Versorgungsbereichen jedes Jahr an, die Einnahmen kommen dem nicht hinterher. Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) wurde eingeführt, um die übermäßig gestiegenen Arzneimittelausgaben zu senken. Neue patentgeschützte Arzneimittel werden seitdem vom G-BA bezüglich ihres Zusatznutzens bewertet und auf dieser Grundlage ein Erstattungsbetrag verhandelt. Es stellt sich daher die Frage, ob das AMNOG geeignet ist, um dem Ausgabenzuwachs zu begegnen.

Dr. Anja Tebinka-Olbrich, Dr. Antje Haas

Prof. Dr. med. Jürgen Windeler © Axentis/Lopata
© Axentis/Lopata

Wie mit „unseren“ Daten alles besser wird …

Als Anfang Oktober 2025 bekannt gemacht wurde, dass am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) seinen Betrieb aufgenommen hatte, mag sich der eine oder die andere gefragt haben: Oh, schon? Denn bei der Entstehungsgeschichte fühlt man sich durchaus an einen Berliner Flughafen und einen Stuttgarter Bahnhof erinnert.

Prof. Dr. Jürgen Windeler