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Politische Analysen

Prof. Stefan Scholtes, Cambridge Judge Business School © Ben Watkins Photography
© Ben Watkins Photography
David Champeaux
Meni Styliadou

Warum Gesundheitsdaten nicht fließen

Wer heute in London oder Paris ein Taxi ruft, kann dafür problemlos ein deutsches Mobiltelefon verwenden. Das erscheint selbstverständlich – ist es aber nicht. Vor dreißig Jahren arbeiteten die Länder mit inkompatiblen Mobilfunkstandards: C-Netz in Deutschland, TACS in Großbritannien, Radiocom 2000 in Frankreich, NMT in den nordischen Ländern, AMPS in den Vereinigten Staaten und mehreren weiteren Systemen.

Prof. Dr. Stefan Scholtes, David Champeaux, Meni Styliadou


Robin Rüsenberg

Der Urschleim des BStabG

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG), dessen öffentliche Anhörung am 22.6. im Bundestag stattfindet, erlebt ein sperriger Begriff eine Renaissance: die einnahmenorientierte Ausgabenpolitik. Schlicht, aber wirkungsvoll sei die Maßnahme, so Ministerin Nina Warken (2026) im Table-Media-Interview – künftig solle nur noch so viel ausgegeben werden, wie eingenommen wird.

Dipl.-Pol. Robin Rüsenberg

Dr. Alexander Schachinger

Patientenströme als Steuerungsgröße

Knapp 37 Prozent der Brandenburger Bevölkerung haben keinen Hausarzt innerhalb eines Radius von einem Kilometer, und die Zahl wächst. Ein großer privater digitaler Termin-Vermittler verzeichnet mehr Zugriffe als das KBV-Portal. Und wer niedriges Systemvertrauen hat, sucht sechsmal seltener Versorgung – bei gleicher Beschwerdelast. Das deutsche Gesundheitssystem plant mit Leistungsdaten.

Dr. Alexander Schachinger

Dr. Christopher Hermann

Die Sparbremse

Die Finanzmisere der GKV hat sich seit den Tagen der letzten GroKo immer weiter bedrohlich zugespitzt. Die schwarz-rote Koalition kündigte zu ihrem Start an, die sich seit Jahren permanent nach oben drehende Beitragssatzspirale nachhaltig zu stoppen.

Dr. Christopher Hermann


Dr. Robert Paquet © Foto: Cordia Schlegelmilch, © Robert Paquet
© Foto: Cordia Schlegelmilch, © Robert Paquet

Wie relevant sind Umfragen zur Reformbereitschaft?

Eine Reihe jüngerer Umfragen bestätigt, dass die deutsche Bevölkerung einen großen Reformbedarf bei den Sozialsystemen sieht. Manche behaupten sogar, dass Mehrheiten bereit sind, bei solchen Reformen Einschränkungen der Leistungen bzw. finanziellen Mehraufwand in Kauf zu nehmen. Für die Politik ist das jedoch keine verlässliche Entscheidungsgrundlage.

Dr. Robert Paquet


Dr. Robert Paquet © Foto: Cordia Schlegelmilch, © Robert Paquet
© Foto: Cordia Schlegelmilch, © Robert Paquet

Krankenkassen: zu viele und zu teuer?

Inzwischen kommt die Kritik an der Zahl der Krankenkassen mit einer gewissen Regelmäßigkeit in der Öffentlichkeit. Manche Politiker geben (immer wieder) den Anstoß. Andere werden gefragt und müssen Stellung nehmen. Auch die Kassen und ihre Vorstände äußern sich. Die aktuelle Debatte um das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz bietet einmal mehr den Anlass.

Dr. Robert Paquet


Dr. rer. pol. Andreas Jäcker

Eine nicht begründungspflichtige Selbstverständlichkeit?

Der neue „Kassenschlager“ in der gesundheitspolitischen Debatte ist das Konzept der einnahmenorientierten Ausgabenpolitik. „Wir können schlicht nicht mehr Geld ausgeben, als wir einnehmen" lautet die eingängige Begründung von Gesundheitsministerin Nina Warken, warum dieses Konzept die Basis des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes ist. Aber ist eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik tatsächlich so selbstverständlich, dass sie keiner tieferen Begründung bedarf?

Dr. rer. pol. Andreas Jäcker


Dr. Matthias Gruhl

Feinschliff täte gut – Schwachstellen sind noch zu bereinigen

Nach mehrmonatiger Verzögerung hat die neue Version des Gesetzentwurfs zur Reform der Notfallversorgung mit dem Kabinettsbeschluss vom 22. April die erste Hürde genommen. Damit ist der Stand aus der letzten Legislaturperiode noch nicht getoppt, aber immerhin…

Dr. Matthias Gruhl


Dr. Michael Müller © axentis.de/ Lopata
© axentis.de/ Lopata

Eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Der Beitrag befasst sich mit der Entwicklung der GOÄ-Reform. Er leitet nach grundsätzlichen Überlegungen zu einer ärztlichen Gebührenordnung deutlichen Anpassungsbedarf am Konsensentwurf von Bundesärztekammer und PKV-Verband vor einer Übernahme in eine Rechtsverordnung ab.

Dr. Michael Müller


Dr. Christopher Hermann

Darf es noch ein wenig mehr sein?

Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) hat kurz vor Ostern vorgabegemäß geliefert. Am 30. März wurden ihre „Empfehlungen zur Stabilisierung des Beitragssatzes zur Gesetzlichen Krankenversicherung ab 2027“ offiziell als „Erster Bericht der FinanzKommission Gesundheit“ der Öffentlichkeit präsentiert.

Dr. Christopher Hermann

Dr. Andreas Meusch © Lopata/Axentis.de
© Lopata/Axentis.de

Narrative in der Gesundheitspolitik

„Kostenexplosion“, „Pflegenotstand“, „Systemversagen“ – gesundheitspolitische Reformen beginnen nicht mit Gesetzentwürfen, sondern mit Problemdefinitionen. Diese sind jedoch nicht neutral, sondern Ergebnis politischer Auseinandersetzungen, bei denen Narrative eine zentrale Rolle spielen.

Dr. Andreas Meusch

Johannes Wolff
Dr. Jürgen Malzahn

Ohne Kurswechsel keine Beitragssatzstabilität

Nach langem Ringen zwischen Bund und Ländern ist das Krankenhausreformanpassungsgesetz unter Dach und Fach, aber das Problem der mangelhaften Investitionskostenfinanzierung für die Kliniken bleibt nach wie vor ungelöst. Die Ausgaben im Krankenhausbereich laufen aus dem Ruder – und ihre Begrenzung ist ein wesentlicher Faktor für die Stabilisierung der GKV-Finanzen.

Johannes Wolff, Dr. Jürgen Malzahn