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Kommentare

Dr. Anja Tebinka-Olbrich

Erfolgsabhängige Erstattungsmodelle für Einmaltherapien in der Hämophilie umsetzbar gestalten

Der Trend zu neuartigen Arzneimitteltherapien mit Kosten teilweise in Millionenhöhe nimmt immer weiter zu. Hieraus ergeben sich für die gesetzliche Krankenversicherung offene Fragen insbesondere mit Blick auf die Finanzierbarkeit. Es liegen auch von der Pharmaindustrie unterschiedliche Vorschläge auf dem Tisch, die allein schon hinsichtlich Rechtssicherheit und Umsetzbarkeit auf den Prüfstand gestellt werden müssen.

Dr. Anja Tebinka-Olbrich


Dr. Dominik von Stillfried

Regierungsfraktionen stoppen verbesserte Patientensteuerung in der Notfallversorgung

Handstreichartig ist am 24. Mai im Gesundheitsausschuss des Bundestages im Rahmen der Änderungsanträge zum Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) auch über eine Änderung des gesetzlichen Auftrags an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) nach § 120 Abs. 3b SGB V abgestimmt worden. Damit wird das Ziel einer verbesserten Patientensteuerung in der Notfallversorgung zur Entlastung der Notaufnahmen überraschend geschwächt.

Dr. Dominik von Stillfried

Johannes Bauernfeind

Klima und Gesundheit – Änderung der Sozialgesetzbücher erforderlich

Auch im Gesundheitssektor ist der Klimawandel längst angekommen. Wichtig ist, über dessen Auswirkungen und Risiken zu sprechen und daraus konkrete Handlungsoptionen abzuleiten und umzusetzen. Als entscheidende Ansprechpartner für ihre Versicherten sind hier auch die gesetzlichen Kranken-bzw. Pflegekassen gefragt. Allerdings ist deren Handlungsspielraum derzeit begrenzt. Für verstärktes nachhaltiges Handeln der Kranken- und Pflegekassen bedarf es einer besseren rechtlichen Grundlage – in Form einer Anpassung des Sozialgesetzbuchs.

Johannes Bauernfeind

Dr. Matthias Gruhl

Von der Idee ins Gesetz

Kritische Anmerkungen oder Schwachstellenanalysen über das deutsche Gesundheitswesen erzeugen schnell Konsens und Zustimmung, visionäre Zielbilder („Gesundheit neu denken“, „Wir brauchen eine Komplettreform des SGB V!“) garantieren Applaus aus jedem Auditorium. Was (fast) immer fehlt, ist eine Vorstellung über den notwendigen Transformationsprozess.

Dr. Matthias Gruhl


Ariadne Sartorius

Unsere Geduld ist am Ende

„Aus Fehlern wird man klug, drum ist auch einer nicht genug“. Dieses Sprichwort scheinen sich die politisch Verantwortlichen bei der Aus- und Weiterbildung der Psychotherapeut:innen angeeignet zu haben.

Ariadne Sartorius


Diana Stöcker MdB

Die Pflege zukunftsfest machen

Das Leben von Frau B. aus meinem Wahlkreis Lörrach-Müllheim hat sich vor sieben Jahren radikal verändert: Ihr Vater erlitt eine Serie massiver Schlaganfälle und entwickelte eine vaskuläre Demenz. Er wurde zu einem bettlägerigen Pflegefall mit Pflegegrad 5. Nicht nur die Erkrankung und die häusliche Pflege machten Frau B. das Leben schwer: „Jedes Hilfsmittel, das ich bei der Krankenkasse beantragt habe, wurde zuerst einmal abgelehnt.“ Ein endloser Schriftverkehr mit aktenweisen Kopien und Anträgen belasten Frau B. als pflegende Angehörige zusätzlich. Sie musste ihren geliebten Beruf als Drogistin aufgeben, da sie sich die Pflege mit niemandem teilen konnte, und wurde arbeitslos.

Diana Stöcker


Dr. Stefan Gronemeyer

Krankenhausreform: Versorgungsqualität und Patientensicherheit gehören stärker in den Fokus

Die Abstimmungen zur Krankenhausreform sind in vollem Gange. Regelmäßig treffen sich Expertinnen und Experten des Bundesministeriums für Gesundheit, der Länder und der Regierungsfraktionen zu Gesprächen. Immerhin sollen die gemeinsamen Eckpunkte bereits bis zum Sommer vorliegen. Dringt aus den Beratungen etwas an die Öffentlichkeit, geht es um Level, Leistungsgruppen und Vorhaltepauschalen. Dass ausgehandelt wird, wie die Vorschläge aus der Regierungskommission konkretisiert werden sollen, ist richtig und wichtig. Was jedoch bei den Beratungen und Verhandlungen um die Finanzierung nicht zu kurz kommen darf, sind die berechtigten Ansprüche derjenigen, für die die Krankenhäuser da sind: Patientinnen und Patienten.

Dr. Stefan Gronemeyer


Politische Analysen

Hauptsache irgendein Gesetz…

Man könnte meinen, es gäbe einen klaren und geeinten Fahrplan zur Krankenhausreform. Glaubt man die Agenda des BMG, wie sie Abteilungsleiter Michael Weller zuletzt auf dem Rechtssymposium des G-BA am 17. April vorgetragen hat, so soll Ende April, Anfang Mai die Präsentation eines „Basisvorschlags“ durch das Ministerium für das weitere Procedere erfolgen. Auf dieser Grundlage wird eine Modellierung beziehungsweise Folgenabschätzung bis auf die konkrete Krankenhausebene erarbeitet.

Maximilian Gerade


Carola Engler

Pflegereform muss telefonische Pflegebegutachtung ermöglichen

Die Einführung des erweiterten Begriffs der Pflegebedürftigkeit 2017 und die demografische Entwicklung haben dazu geführt, dass mehr Menschen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung haben. In der Folge ist die Zahl der Pflegebedürftigen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Und sie wird weiter steigen. Damit einhergehend nimmt auch die Zahl der jährlichen Pflegebegutachtungen durch die Medizinischen Dienste weiter zu. Für die Versicherten und den Medizinischen Dienst wird sich damit die ohnehin schon angespannte Situation in der Pflegebegutachtung weiter verschärfen.

Carola Engler


Dr. Cornelius Maas

Digital Health: Norwegen zeigt, wie es besser geht

Als Healthcare-Investor haben wir einen guten Überblick über die innovativen Entwicklungen im Gesundheitssektor. Deutschland ist zwar einer der größten Gesundheitsmärkte in Europa, doch damit noch lange nicht Vorreiter – leider.  Ein Beispiel für ein gelungenes Zusammenwirken im Bereich des digitalen Gesundheitsmarktes ist Norwegen.

Dr. Cornelius Maas

Peter Weiß

Sozialwahlen 2023: Bohren von dicken Brettern bei ARD und ZDF erfolgreich

Ich freue mich sehr, dass sich fünf Ersatzkassen dafür entschieden haben, bei den Sozialwahlen in diesem Jahr die Möglichkeit von Online-Abstimmungen anzubieten. Damit könnten 22 Millionen Wählerinnen und Wähler entscheiden, ob sie ihre Stimme wie bislang per Brief oder erstmals online abgeben wollen. Gemeinsam mit der zweiten Neuerung, einer erstmals bei den Wahlen zu den Selbstverwaltungsorganen der gesetzlichen Krankenkassen verpflichtenden Geschlechterquote von 40 Prozent, sind die Sozialwahlen 2023 Modernisierungstreiber in Sachen Wählen in Deutschland.

Peter Weiß

Kordula Schulz-Asche MdB

Den demografischen Wandel meistern!

Seit Jahrzehnten schauen wir auf das Phänomen, dass in unserer Bevölkerung ab Mitte der 50er bis Ende der 60 Jahre ein Babyboom stattfand – und unsere Gesellschaft regelmäßig vor Herausforderungen stellte. Als die Kinder wegen der Schulpflicht eingeschult werden mussten, wurden zusätzliche Lehrkräfte ausgebildet. Für die Jugendlichen gab es zu wenige Arbeitsplätze – für viele bedeutete dies soziale Ausgrenzung und Armut. Für Eltern gab es zu wenige Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Kordula Schulz-Asche