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Kommentare

Karl-Josef Laumann

Sechs Monate Corona – eine Zwischenbilanz

Seit mehr als sechs Monaten führt die Pandemie Regie über alle Bereiche unseres Lebens. Die Politik ist hier keine Ausnahme. Zwar hat sich das Land von einem Krisenmodus in einem Zustand der zerbrechlichen Normalität zurückgekämpft, dennoch gehe ich davon aus, dass uns das Virus noch eine Zeit lang begleiten wird. Wahrscheinlich auch dann noch, wenn ein wirksamer Impfstoff entdeckt wird. Für ein Resümee unseres Kampfes gegen Corona ist es daher zu früh. Es kann sich aber durchaus lohnen, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Denn Corona offenbart die Stärken aber auch Schwächen des Gesundheitswesens.

Karl-Josef Laumann


Dr. Matthias Gruhl

Ein Wums für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Das in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland größte Förderprogramm für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) hat die Vorsitzende des Berufsverbandes der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen, Ute Teichert, zurecht als historische Sternstunde für dieses Stiefkind des deutschen Gesundheitswesens bezeichnen. Der gemeinsame Beschluss der Gesundheitsminister-Konferenz (GMK) zusammen mit dem Bundesgesundheitsminister und den Kommunalen Spitzenverbänden vom 4. September leitet vier Milliarden Bundesgeld in den meist kommunalen öffentlichen Gesundheitsdienst.

Dr. Matthias Gruhl

Matthias Mohrmann

Erkenntnisse der Krise oder Krise der Erkenntnisse

Viele Akteure und Institutionen haben in den letzten Wochen eine Zwischenbilanz zur Corona-Pandemie gezogen: Wie sind wir als Gesundheitssystem, als Gesellschaft insgesamt, bisher mit diesem Virus zurechtgekommen und was haben wir daraus gelernt?

Matthias Mohrmann

Dr. Robert Paquet

Ein kurzer Antrag von Bündnis 90 / Die Grünen zur Regionalisierung

In der vergangenen Woche hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN einen gesundheitspolitischen Antrag in den Bundestag eingebracht (BT-Drs. 19/21881). Die Überschrift benennt das Ziel: „Gesundheitsregionen: Aufbruch für mehr Verlässlichkeit, Kooperation und regionale Verankerung in unserer Gesundheitsversorgung“. Die Krankenkassen sollen danach motiviert werden, „Gesundheitsregionenverträge“ für eine „populationsorientierte Versorgung“ abzuschließen. Dafür sollen sie mit Sonderzahlungen aus dem Gesundheitsfonds belohnt werden.

Dr. Robert Paquet


Dr. Carola Reimann

Corona-Pandemie in Niedersachsen: „Wir bleiben vorsichtig“

Ich erinnere mich noch gut an den ersten Corona-Fall in Niedersachsen. Nachdem es bereits einen Fall in Hamburg gab, war abzusehen, dass es aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens auch bald zu Covid-19-Erkrankungen bei uns kommen würde. Anfang März war es dann so weit. Ein Mann aus der Region Hannover war nach dem Ski-Urlaub in Österreich positiv getestet worden.

Dr. Carola Reimann


Katrin Helling-Plahr MdB

„Ich streite weiterhin für die Selbstbestimmung am Lebensende“

1281 Tage sind vergangen, seitdem das Bundesverwaltungsgericht urteilte, dass einem schwer und unheilbar kranken Menschen, der sich in einer extremen Notlage befindet, die Erlaubniserteilung zum Erwerb eines letal wirkenden Medikaments nicht versagt werden darf. „Erst" 190 Tage ist es her, dass sich das Bundesverfassungsgericht in unerwarteter Klarheit zum Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben bekannte und klarstellte, dass es jedem Einzelnen obliegt, auch über sein Lebensende frei zu entscheiden. Der Staat hat keine Beurteilung der Motivlage vorzunehmen, einen gegen die individuelle Selbstbestimmung gerichteten gesetzlich verordneten Lebensschutz kann es auf der Basis des Grundgesetzes nicht geben.

Katrin Helling-Plahr


Ursula Nonnemacher

Die Lehren aus Corona für Brandenburg

Anfang des Jahres waren wir in Brandenburg genauso im Ungewissen, was da mit dem neuen Corona-Virus auf uns zukommt, wie alle anderen auch. Wir kannten die Bilder aus Wuhan und aus Bergamo, die vielen Toten, hoffnungslos überforderte Ärztinnen und Ärzte und Patientinnen und Patienten auf überfüllten Krankenhausfluren. Niemand wusste, ob uns ähnliche Szenarien bevorstehen. Wir standen vor einer historischen Herausforderung ohne Blaupause.

Ursula Nonnemacher


Dirk Heidenblut MdB

Was die aktuelle Situation für psychisch erkrankte Menschen bedeutet

Die Corona-Pandemie hat uns deutlich gemacht, an welchen Stellen wir gut gerüstet sind für eine solche Krise und an welchen Stellen wir dringend nachbessern müssen. Dabei dürfen wir neben den Kindern und Jugendlichen auch die Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht aus den Augen verlieren – ganz im Gegenteil.

Dirk Heidenblut


Petra Grimm-Benne

Sachsen-Anhalt kann bei Corona-Pandemie auf fest etablierte Strukturen zurückgreifen

Vor einer solchen Ausnahmesituation wie der gegenwärtigen Corona-Pandemie stand Deutschland und Sachsen-Anhalt seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht. Daher gab es auch wenig Erfahrungswissen, auf das wir zurückgreifen können. Doch unvorbereitet waren und sind wir als Gesundheitsministerium nicht. Wir konnten bei unseren Entscheidungen auf Expertinnen und Experten und fest etablierte Strukturen im Land zurückgreifen. Zudem hatten wir vor rund zwei Jahren damit begonnen, Kliniken im Land zu befähigen, eigene Alarmplanungen aufzustellen. Noch vor der ersten bestätigten Infektion mit dem neuartigen SARS-CoV-2-Erreger am 10. März 2020 übernahm der Pandemie-Einsatzstab das Ruder.

Petra Grimm-Benne


Dr. Gerald Gaß

Zukunftsprogramm Krankenhaus – Zukunftsaufgabe Digitalisierung

Die Corona-Pandemie hat unsere Gesellschaft auf den Kopf gestellt. Home-Schooling, Home-Office, Lockdown und Ausgangsbeschränkungen bestimmten plötzlich das Leben. Und in allen Bereichen des Lebens wurde klar, dass das Wort Digitalisierung zwar schon Bestandteil von politischen Programmen, aber nicht von Lebenswirklichkeit geworden ist. Der Zustand in deutschen Schulen macht deutlich, dass gerade im Bildungssystem Digitalisierung nicht auf dem Stand ist, den wir unbedingt brauchen. Zugleich hat die Corona-Pandemie Digitalisierungsprozesse angeschoben. Plötzlich war Home-Office in Bereichen Alltag, in denen dies vor wenigen Monaten noch undenkbar gewesen wäre. Chancen und Defizite wurden also durch diese Pandemie offengelegt. Und auch im Krankenhausbereich musste man feststellen, dass die Digitalisierung bei weitem nicht den notwendigen Stand erreicht hat. Dieser Zustand ist Resultat einer über Jahrzehnte hinweg nicht ausreichenden Investitionspolitik.

Dr. Gerald Gaß

Dr. York  Dhein

Strukturen schaffen – Herausforderungen meistern – Gesundheit gestalten

Selten stand die Gesundheitsbranche in ihrer Gesamtheit so im Fokus wie 2020. Selten waren alle Teile für die Gemeinschaft so gefordert wie in diesem Jahr. Das erste Fazit: Wir haben diese Krise gemeistert – gemeinsam. Aber klar ist auch: Die Pandemie ist noch nicht vorbei – und: Unser Gesundheitssystem ist durch Corona nicht besser geworden, die wichtigen Strukturthemen bleiben.

Dr. York Dhein

Dr. Matthias Gruhl

Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Sektorenübergreifende Versorgung“ vor der Reaktivierung

Es geht wieder los: Nach der fast ausschließlich gesetzgeberischen Abarbeitung der Coronakrise hat das BMG bis zum Jahresende fünf Gesetzesvorhaben angekündigt, die unabhängig oder über den Zeitraum der Bewältigung der Epidemie hinausgehend sind.

Dr. Matthias Gruhl