Gesundheit und Natur sind ein wichtiger Wert der Deutschen – Ergebnis des Werte Index 2018, gefiltert aus rund fünf Millionen Postings der populärsten deutschen Websites, Communities, Blogs und Instagram. Wie wichtig sind dabei Innovationen in der Gesundheitsversorgung für den gesellschaftlichen Wert? Bekommt der Patient davon etwas mit, wie sind sie zu vermitteln? Und was können neue Technologien überhaupt bewegen?
Die Systemische Gesellschaft als Dachverband der Systemischen Psychotherapeuten hatte zu ihrem Parlamentarischen Abend in den Leibnizsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eingeladen – und die Gäste aus Politik, Wissenschaft, Verbände und Gesundheitswirtschaft ließen sich nicht lange bitten. Zu feiern gab es das 25-jährige Jubiläum der Systemischen Gesellschaft (SG). Gleichzeitig und vor allem ging es um den intensiven Gedankenaustausch und die Bereitschaft zum Weiterkämpfen: Immerhin wird seit mittlerweile über fünf Jahren um die Zulassung als kassenfinanziertes Psychotherapieverfahren gerungen.
Wer einen Selbstverwalter der GKV zu seiner Arbeit befragen will oder drängende Probleme im Kassenlager besprechen muss, der war beim vdek-Frühlingsfest am 21. März richtig. Die Vorstände der Ersatzkassen mit ihren Verwaltungsräten gaben sich ein Stelldichein, und auch die Ehemaligen amüsierten sich bei Bier, Wein und gutem Essen köstlich. Geplaudert wurde über alte und neue Zeiten, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bot reichlich Stoff mit seinen Vorhaben.
Lutz Stroppe bleibt Amtschef des Hauses und moderierte daher die Personalversammlung zur offiziellen Übergabe des Ministeramtes. Neben den Mitarbeitern des Berliner Sitzes war fast die gesamte alte und neue Leitung des Bundesgesundheitsministeriums versammelt; nur Annette Widmann-Mauz war schon im Bundeskanzleramt, um ihre neue Aufgabe als Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration zu übernehmen.
Das Mega-Thema Pflege wirft seine Schatten voraus: Das Interesse am Frühlingsempfang der beiden eng verwandten Verbände war groß. Die Geschäftsstelle in der Friedrichstraße platzte aus allen Nähten.
Nicht ohne Grund hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) wieder das Axica Forum am Pariser Platz für seinen Parlamentarischen Abend am 14. März gewählt. Für den bekannten Architekten Frank O. Gehry ist der schwimmende Fisch das beste Bild für Bewegung, und dies versucht er, in seinen Gebäuden einzufangen. Und Bewegung war auch an diesem BPI-Abend bei der Diskussion mit Gesundheitspolitikern des Bundestages.
Wenn neue Medikamente auf den Markt kommen, wissen die wenigstens, wie beschwerlich der Weg dorthin ist. Meist geht es um Geld und Ressourcen, doch über die Wissenschaftler erfährt man in der Regel wenig. Warum gehen Forscher den schweren Weg – gepflastert von Niederlagen, Rückschlägen, Überstunden, dem Ringen miteinander bis zum Durchbruch? Für den Verband der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) Anlass genug, die Akteure zu Wort kommen zu lassen und über ihren sehr persönlichen Weg berichten zu lassen: acht Forscher – acht Storys.
Kommt die Große Koalition von CDU/CSU und SPD und wie gestaltet sie die Gesundheitspolitik aus? Was wird vor allem aus der Bürgerversicherung? Im Januar ist noch alles unklar. So waren die Neujahresempfänge geprägt von heißen Diskussionen über den künftigen gesundheitspolitischen Weg Deutschlands. Die Orte der Empfänge waren wiederum außergewöhnlich und sehr gut besucht. Die launige Atmosphäre nutzten die Besucher zu vertiefenden Gesprächen, knüpften neue Kontakte und gaben der Politik wichtige Botschaften für ihre Arbeit mit. Der Observer Gesundheit dankt Organisatoren und vor allem Fotografen für die zur Verfügung gestellten und sehr gelungenen Fotos.
Nein zur Bürgerversicherung, einheitliches Honorarsystem abgelehnt, Stärken der Selbstverwaltung und der niedergelassenen Zahnärzte – auf diesen Nenner lassen sich die Forderungen von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) bringen. Beim diesjährigen Neujahrsempfang in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft machten BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel und Dr. Wolfgang Eßer, Vorstandsvorsitzender der KZBV, daraus fürwahr keine Hehl. Engel ist sich sicher, dass mit einheitlichem Honorarsystem und Bürgerversicherung ein „großes Übel“ komme. „Es geht um Patientenwohl, Versorgungssicherheit und um die Existenz der Zahnärzte“, so Engel. Patienten von GKV und PKV seien mit der zahnärztlichen Versorgung zufrieden. Wartezeiten gebe es nicht. „Es gibt kein gerechteres Gesundheitswesen als in Deutschland“, so Engel. Statt Geld für einen Systemwechsel auszugeben, müsse das Gesundheitswesen „fitter“ gemacht werden – „nicht mit dem Presslufthammer, sondern mit dem Schraubenzieher“.
Über den jährlichen Neujahrsempfang der deutschen Ärzteschaft im Wintergarten des Berliner KaDeWe, vom Volksmund auch „Fressetage“ genannt, kursieren einige Gerüchte. Was der eine oder andere nicht schon alles versucht habe, nach oben zu kommen, obwohl er keine gültige Einladungskarte vorweisen konnte! Doch Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Ärztekammer Berlin und Kassenärztlicher Vereinigung Berlin regulieren die Zahl der Gäste streng. Der Wintergarten lässt nur eine bestimmte Menge Mensch zu. Dass es nottut, sie zu begrenzen, wissen alle diejenigen, die vor vielen Jahren einmal in das Gedränge rund um die damals noch vorhandenen Rolltreppen gerieten, in dem einige stürzten.
Die Zahl der selbstständigen Freiberufler ist zwischen Jahresbeginn 2016 und 2017 von 1,344 Millionen auf 1,382 Millionen Personen gestiegen – ein Gesamtplus von 2,8 Prozent. Das will gewürdigt und auch gefeiert werden – auf dem Neujahrsempfang des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. Die mehr als 230 Politiker, Vertreter von Verbänden, Wissenschaftler und weiteren wichtigen Gästen konnten einen ersten Blick in den frisch restaurierten Kaisersaal werfen und seine Schönheit persönlich in Augenschein nehmen. Erst 2 Tage zuvor waren die Pforten für Events geöffnet. Gesprächsstoff gab es schon vor den ersten Reden: Hier haben sich die Sondierer einer möglichen Jamaika-Koalition getroffen, haben sich auf dem Balkon präsentiert und sind ohne Ergebnis wieder auseinandergegangen. Die Politiker einer möglichen Großen Koalition sitzen am 17. Januar noch zusammen. Keine Bürgerversicherung, so erhoffen sich das auch die Mitgliederorganisationen des BFB zu diesem Zeitpunkt. „Unterm Strich“ haben sich die Freiberufler von der bisherigen Bundesregierung gut behandelt gefühlt, resümierte der seit 2017 agierende Präsident Wolfgang Ewer. Nicht ohne Stolz berichtete er vom Wirtschaftsfaktor der Freien Berufe: 327 Milliarden Euro oder 10,8 Prozent werden zum Bruttoinlandsprodukt beigesteuert. Diese Zahlen versprechen, dass es weiter bergauf geht. Mit dem Fachkräftemangel müssen sich allerdings auch die Freien Berufe auseinandersetzen. Dabei sind Gründungen in freiberuflich geprägten Wirtschaftszweigen durchaus attraktiv, sagte Ewer und verwies auf eine aktuelle Analyse des Institutes für Mittelstandsforschung. Deutlich mehr als die Hälfte der freiberuflichen Gründer mit mindestens einem Mitarbeiter sind nach fünf Jahren weiter am Markt. Das sei ein Vorsprung von zehn Prozentpunkten auf die Gründungen in der Gesamtwirtschaft.
Beim Neujahrsempfang der Hausärzte geht es traditionell herzlich, laut und eng zu. Hier kann man sich nicht ausweichen. Das führt regelmäßig zu interessanten Gesprächen, oft auch in ganz anderen personellen Kombinationen als andernorts. Und immer wieder zu launigen verbalen Knuffereien. Prof. Karl Lauterbach, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, dankte dem Hausärzteverband dafür, mit dem strittigen Thema Bürgerversicherung in den letzten Wochen „sehr fair und verantwortungsbewusst“ umgegangen zu sein. Leider könne er den Dank nicht auf die Bundesärztekammer ausweiten, schob er hinterher – in Richtung von Prof. Frank Ulrich Montgomery, dem Präsidenten der Bundesärztekammer. „Dafür sind wir Dir dankbar“, konterte „Monty“ in Richtung Lauterbach.