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Trends

Corinna Lutz

Vom Regulierungsanspruch zur Versorgungsrealität

Der Europäische Gesundheitsdatenraum ist beschlossen, jetzt beginnt die Umsetzung. Besonders umfangreich ist die Aufgabe für Krankenhäuser, Klinikverbünde und regionale Gesundheitsnetze, sogenannte Health Information Exchanges (HIE), denn sie sind von allen sechs Prioritätskategorien betroffen. Der Beitrag skizziert eine EHDS-Roadmap entlang der gesetzlichen Meilensteine und zeigt, wie sich dieses Vorgehen auch auf Krankenkassen, Praxen, Apotheken und weitere Datenhalter übertragen lässt.

Corinna Lutz

Dr. Michael Müller © axentis.de/ Lopata
© axentis.de/ Lopata

GOÄ-Reform um jeden Preis: auch eine Frage der Gerechtigkeit

Gelingt dieser GOÄ-Reform der innerärztliche Interessenausgleich und die Balance zwischen Versicherten, Ärzteschaft, PKV-Versicherungen und Beihilfe? Seit dem letzten Beitrag des Autors vom April 2026 gibt es neue Entwicklungen, die einzuordnen sind.

Dr. Michael Müller

Dr. Meike Appelrath

Zytostatika-Ausschreibungen: Wenn aus Sparpolitik ungewollte Strukturreform wird

Per Änderungsantrag zur Reform der Notfallversorgung haben Union und SPD apothekenbezogene Ausschreibungen für patientenindividuelle Krebsmedikamente wieder in die gesundheitspolitische Regulierung gebracht. Das soll Wirtschaftlichkeitsreserven heben. Doch die entscheidende Frage ist: Was passiert mit der Versorgung, wenn aus Preiswettbewerb ein Verdrängungswettbewerb wird?

Dr. Meike Appelrath

Hans Hirsch

Vom JCA zum AMNOG

Mit Tovorafenib wird aus EU-HTA erstmals gelebte Market-Access-Praxis. Nach dem ersten Joint Clinical Assessment (JCA), der gemeinsamen klinischen Bewertung auf EU-Ebene, liegen inzwischen auch das deutsche AMNOG-Dossier und die erste nationale Nutzenbewertung vor. Damit lässt sich erstmals konkret nachvollziehen, wo der JCA Synergien schafft, wo Deutschland weiterhin seinen eigenen Bewertungsmaßstäben folgt und was sich dadurch für die Hersteller verändert.

Hans Hirsch


 © Artemed Krankenhaus Düren
© Artemed Krankenhaus Düren

Führung im Gesundheitswesen neu denken

Das Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Personalmangel, demografische Entwicklung, steigende Komplexität der Patientenversorgung, Digitalisierung und zunehmende wirtschaftliche Zwänge stellen Krankenhäuser und ambulante Einrichtungen täglich vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst die Erwartung an eine qualitativ hochwertige und sichere Patientenversorgung.

Prof. Dr. med. Stefan Schröder


Elena Bickert

Was bleibt von der Krankenhausrechnungsprüfung im Zeitalter der KI?

Seit Jahrzehnten wird über die Krankenhausrechnungsprüfung nahezu ausschließlich unter den Gesichtspunkten von Rückforderungen, Prüfquoten, Bürokratiekosten und Misstrauen zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern diskutiert. Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat diese Debatte neue Aktualität erhalten.

Elena Bickert


Dr. Antje Behring

Déjà-vu der Nutzenbewertung

Manchmal wiederholen sich die Zeiten doch. Am 4. Oktober 2011 veröffentlichte der G-BA die erste Dossierbewertung im damals neuen AMNOG-Verfahren: Ticagrelor. Die deutsche Arzneimittelwelt starrte damals auf eine Website, die bis dahin vermutlich nicht zu den meistbesuchten Orten des Internets gehörte. Schon am frühen Morgen gingen die ersten Anfragen ein. [1]

Dr. Antje Behring


Hans Hirsch

Zwischen Zeitgewinn und Zusatznutzen

Die Verfahren zu den Alzheimer-Wirkstoffen Lecanemab und Donanemab zeigen exemplarisch, woran Market-Access-Strategien bei innovativen Wirkmechanismen scheitern können: nicht erst im Dossier, sondern bereits in der Übersetzung klinischer Evidenz in den deutschen Bewertungsrahmen. Für Market-Access-Verantwortliche sind die Fälle deshalb besonders relevant, weil sie zeigen, wie eng Population, Vergleichstherapie, Endpunkte und Sicherheitsprofil zusammengedacht werden müssen.

Hans Hirsch


Dr. Katja Gehrke

Das FDZ-Gesundheit im Methodenmix der Versorgungsforschung

Wer glaubt, mit dem Live-Gang des Forschungsdatenzentrums (FDZ) Gesundheit gibt es nunmehr für jeden einen einfachen und explorativ nutzbaren Zugang zu pseudonymisierten Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung, der irrt.

Dr. Katja Gehrke


Prof. Stefan Scholtes, Cambridge Judge Business School © Ben Watkins Photography
© Ben Watkins Photography

Kommunale Gesundheitsgenossenschaften

Die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen Deutschlands steht vor einer akuten Krise. Laut eines kürzlich veröffentlichten Berichts der Bertelsmann Stiftung planen etwa 20 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte, ihre Tätigkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre aufzugeben. Gleichzeitig verändert sich das Berufsbild junger Ärztinnen und Ärzte erheblich.

Prof. Dr. Stefan Scholtes

Prof. Dr. med. Jürgen Windeler © Axentis/Lopata
© Axentis/Lopata

Impulse zur Neujustierung des AMNOG? – Kamellen!

Der Superlativ ist, so weiß es auch schuelerhilfe.de, „die höchste Steigerungsform eines Adjektivs“. Da geht nichts „dröbber“! Wenn es in dem Beitrag von Welte und Pisch [1] also heißt, RCTs seien die „robusteste Evidenzquelle“, dann ist damit die Spitze der Fahnenstange, was die Qualität der Evidenz bezogen auf Verzerrungsfreiheit oder interne Validität angeht, erreicht. Logische Konsequenz: Die Aussagekraft jedes anderen vergleichenden Designs ist weniger robust, schwächer als die von RCTs. Bekannte Sachlage.

Prof. Dr. Jürgen Windeler

Nicole Stelzner
Dr. Thorsten Pisch

Was können Registerdaten und anwendungsbegleitende Datenerhebungen leisten?

Arzneimittel für neuartige Therapien (Advanced Therapy Medicinal Products, ATMPs) eröffnen Patient:innen mit bislang unheilbaren Erkrankungen erstmals reale Behandlungsperspektiven. Dabei handelt es sich um hochpersonalisierte Therapien, die auf Basis genetischer oder zellulärer Merkmale individuell auf die Betroffenen zugeschnitten werden. Diese medizinischen Innovationen markieren einen medizinischen Paradigmenwechsel, der jedoch die etablierten Wege der Evidenzgewinnung im Rahmen des AMNOG-Prozesses vor erhebliche Herausforderungen stellt.

Nicole Stelzner, Dr. Thorsten Pisch